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Fernwanderwege in der Schweiz

Schweizer Wanderwege

Bild:By Roland zh, upload on 28. Mai 2009 (Own work) [ CC-BY-SA-3.0 ], via Wikimedia Commons

Die Schweizer Wanderwege (vormals Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege, Abkürzung SAW) ist die Dachorganisation der kantonalen Wanderwegvereine der Schweiz sowie Liechtensteins. Unter dem Namen Wanderland Schweiz sind die Wanderwege auch Teil des Projekts SchweizMobil. Die Schweiz verfügt über ein Netz von einheitlich markierten Wanderwegen von einer Länge von insgesamt 62.000 km, davon 14.000 km Hartbelag und 21.000 km Bergwege.

 

Geschichte

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Wandern durch Natur und Bergwelt auch unter der Schweizer Bevölkerung populär. Mit dem Aufkommen des Autos gerieten die Wanderer auf den Strassen jedoch zunehmend in die Defensive. Nach einer Schulreise über die Klausenpassstrasse regte daher der Lehrer Johann Jakob Ess die Schaffung von speziellen Wanderrouten an. Mit der steigenden Anzahl dieser Routen stieg jedoch auch die Vielfalt ihrer Signalisationen. Daher gründete 1933 wiederum Jakob Ess, diesmal zusammen mit dem damaligen Sekretär der Stiftung Pro Juventute und des Bunds der Schweizer Jugendherbergen, Otto Binder, die Zürcherische Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege. Ein Jahr später, 1934, folgte die gesamtschweizerische Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege (SAW). Bereits am Gründungstag wurde ein für die ganze Schweiz einheitlicher Wegweiser – gelbe Tafeln, schwarze Schrift – festgelegt.

Die SAW, unterstützt die kantonalen Wanderwegvereine, koordiniert die Anlage der Kantons- und Landesgrenzen überschreitenden Wanderwege und legt einheitliche Kriterien zur Wegmarkierung fest. Zur Zeit umfasst das schweizerische Wanderwegnetz eine Gesamtlänge von 62.416 km. Seit 2008 werden die Wanderwege der SAW zusammen mit SchweizMobil verwaltet. Durch SchweizMobil möchte man den Tourismus in der Schweiz steigern. Da die Schweizer Wanderwege ein wichtiger Bestandteil Schweizer „Touristensportarten“ sind, werden sie in SchweizMobil eingegliedert, um dadurch auch genauere Einteilungen und Nummerierungen der Wanderwege zu erzielen → Signalisation (weiter unten).

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Landestopografie werden Wanderkarten im Massstab 1:50.000 produziert, und vier Mal jährlich wird die Zeitschrift „Wanderland Schweiz“ herausgegeben. Die Routen wurden am 25. April 2008 bekannt gegeben.

 

Wanderweg-Kategorien

Oben standardisierte Wegweiser für Wanderwege, Bergwanderwege, Kulturwege und Alpinwanderwege. Dazwischen nicht standardisierte Zusatzwegweiser.

Es werden folgende Weg-Kategorien unterschieden:

  • Wanderwege stellen keine besonderen Anforderungen. Steile Passagen werden mit Stufen überwunden und Absturzstellen werden mit Geländern gesichert.
  • Markiert werden Wanderwege durch gelbe Wegweiser, gelbe Richtungspfeile und gelbe Rhomben.
  • Kulturwege (Themenwanderwege) stellen keine besonderen Anforderungen.
  • Markiert werden Kulturwege durch braune Wegweiser, braune Richtungspfeile und braune Rhomben.
  • Bergwanderwege sind überwiegend steil und schmal und teilweise exponiert, besonders schwierige Passagen sind aber mit Seilen oder Ketten gesichert. Feste Schuhe mit griffiger Sohle, der Witterung entsprechende Ausrüstung und das Mitführen topografischer Karten werden vorausgesetzt.
  • Markiert werden Bergwanderwege durch gelbe Wegweiser mit weiss-rot-weisser Spitze, weiss-rot-weisse Richtungspfeile und weiss-rot-weisse Farbstriche.
  • Alpinwanderwege führen teilweise durch wegloses Gelände, über Schneefelder und Geröllhalden und können auch kurze Kletterstellen enthalten. Bauliche Vorkehrungen und Sicherungen können nicht erwartet werden. Zusätzlich zur Ausrüstung für Bergwanderwege werden Höhenmesser und Kompass, für Gletscherüberquerungen Seil und Pickel vorausgesetzt. Routenführerliteratur wird empfohlen.
  • Markiert werden Alpinwanderwege durch blaue Wegweiser mit weiss-blau-weisser Spitze, weiss-blau-weisse Richtungspfeile und weiss-blau-weisse Farbstriche.
  • Winterwanderwege sind Wanderwege, welche nur während der Wintermonate signalisiert werden. Sie stellen keine besonderen Anforderungen, doch ist auf Schnee mit Rutschgefahr zu rechnen.
  • Markiert werden Winterwanderwege durch rosarote Wegweiser und rosarote Pfosten.

 

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