Wandern Aktiv

Wandern im Grand Canyon Nationalpark

Im Grand-Canyon-Nationalpark liegt der größte Teil des Grand Canyon, einer steilen, etwa 450 Kilometer langen Schlucht im Norden des US-Bundesstaats Arizona, die während Jahrmillionen vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben wurde. Der Canyon zählt zu den großen Naturwundern auf der Erde und wird jedes Jahr von rund fünf Millionen Menschen besucht.

Geographie

Der Grand Canyon erstreckt sich von Nordosten nach Westen im Norden Arizonas. Er trennt den Nordwesten des Bundesstaates, den so genannten Arizona Strip, vom Rest Arizonas. Über den eigentlichen Grand Canyon gibt es keine Brücken, Süd- und Nordufer des Colorados sind auf Straßen nur östlich des Nationalparks bei Lees Ferry und Page oder rund 400 km weiter im Westen über Nevada am Hoover Dam verbunden. Der Südrand ist von Flagstaff zugänglich, der Nordrand und der Arizona Strip sind kaum besiedelt, die nächstgelegene Stadt ist St. George im benachbarten Utah. Der Grand Canyon ist etwa 450 km lang (davon liegen 350 km innerhalb des Nationalparks), zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief. Der Name des Canyons stammt vom Colorado River, der früher in Teilen Grand River genannt wurde (deutsch: Gewaltiger Fluss/Canyon, aber auch Großartiger Fluss/Canyon). Das Gebiet um das Tal wird in drei Regionen aufgeteilt: Den Südrand (South Rim), der die meisten Besucher anzieht, den im Durchschnitt ca. 300 m höher gelegenen und kühleren Nordrand (North Rim) und die Innere Schlucht (Inner Canyon). Der Südrand des Grand Canyons liegt im Durchschnitt auf 2100 m ü. M., während der Colorado im Durchschnitt auf 750 m ü. M. fließt. Flussaufwärts, im südlichen Utah liegen andere große Schluchten des Colorado. Der Glen Canyon, der seit 1964 im Stausee des Lake Powell versunken ist, galt landschaftlich als besonders schön. Weiter im Nordosten liegt der Canyonlands-Nationalpark. Flussabwärts, in der Nähe von Las Vegas, liegt der Stausee Lake Mead am Hoover-Staudamm.

Klima

Im Grand Canyon herrschen von November bis März Minusgrade; von Mai bis September steigt die Temperatur insgesamt über 20 °C; Der Juli ist mit durchschnittlich 29 °C der wärmste Monat, während der Januar mit einer Durchschnittstemperatur von −8 °C der kälteste Monat ist. Dabei ist zu beachten, dass es insbesondere im Sommer in der Schlucht wesentlich heißer als an den Rändern ist. Am Nordrand regnet es im Durchschnitt gesehen erheblich mehr als am Südrand. Am Nordrand fallen im Winter auch bis zu 5 m Schnee, am Südrand dagegen gibt es selten Schnee und auf der Höhe des Colorado in der Schlucht fällt niemals Schnee. Die Jahresniederschlagssumme am Nordrand beträgt ca. 700 mm/Jahr, am Südrand aber nur 380 mm pro Jahr. Auf der Höhe des Colorados in der Schlucht fallen etwa 180 mm Regen pro Jahr. Diese Werte (Regen und Klima) sind Durchschnittswerte.

Aktivitäten

Am beziehungsweise im Grand Canyon bieten sich verschiedene Aktivitäten an. Einen guten „Überblick“ bietet ein Rundflug von dem kleinen, am Südrand gelegenen Flughafen oder von Las Vegas aus.

Wanderungen

Für sportlichere Menschen bietet sich eine Wanderung in den Canyon oder im Canyon an. Für Übernachtungen innerhalb des Grand Canyon benötigt man eine Erlaubnis („Permit“). Sie kann frühestens vier Monate vor dem geplanten Termin beantragt werden. Die Zahl der Permits ist begrenzt. Für solche Touren gelten strenge Regeln, deren Einhaltung durch die Park Ranger überwacht wird. Tagestouren sind dagegen ohne Erlaubnis möglich. Es gibt eine große Anzahl von Wegen im Canyon: am bekanntesten (und meistbegangen) sind der South Kaibab Trail und der Bright Angel Trail vom Südrand zum Fluss, bzw. der North Kaibab Trail vom Nordrand entlang des Bright Angel Creek zum Fluss. Unterwegs im Grand Canyon Wanderungen von einem der Ränder des Tals bis an den Fluss führen über 1400 Höhenmeter, durch fünf Klimazonen und etwa 1,7 Milliarden Jahre Erdgeschichte. Im Sommer kann auch bei moderaten Temperaturen am Canyonrand im Inneren der Schlucht eine erhebliche Hitze herrschen. Selbstüberschätzung oder unzureichende Ausrüstung einiger Wanderer führen Jahr für Jahr zu komplizierten Rettungsaktionen und sogar zu Todesfällen. Nur am North Kaibab Trail und am Bright Angel Trail ist Trinkwasser verfügbar. Einige Unternehmen bieten Wanderritte durch die Schluchten des Grand Canyons auf Pferden oder MaultiereBn an.

Bild: „ Grand Canyon (2) “ von Tenji aus der deutschsprachigen Wikipedia . Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons .
Dieser Text basiert auf dem Artikel " Grand Canyon Nationalpark " aus der Enzyklopädie wikipedia / Liste der Autoren und steht unter der Lizenz Creative Commons . (bearbeitet durch: sg/cp 98)

Wandertouren im Grand Canyon Nationalpark

 

Anfrage