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Wandern in den Dolomiten

Bild:„ Aroser Dolomiten Prätsch “ von Andres Passwirth - Eigenes Werk . Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons .

Die Dolomiten , italienisch Dolomiti, sind eine Gebirgskette der südlichen Kalkalpen, werden aber auch den Südalpen zugerechnet. Sie verteilen sich auf die Regionen Venetien und Trentino-Südtirol in Italien bzw. – zu etwa gleichen Teilen – auf die Provinzen Belluno, Südtirol und Trentino. Seit 2009 gehören Teile der Dolomiten zum UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten. Höchster Berg der Dolomiten ist die Marmolata mit 3.342 Metern Höhe. Weitere bekannte Gipfel oder Massive sind die Drei Zinnen, die Sella, der Rosengarten, der Schlern, die Geisler und der Langkofel.Im Gegensatz zu vielen Alpengipfeln sehen die Gipfel der Dolomiten völlig anders aus.

Geologisch gesehen sind die Dolomiten etwas jünger als der Rest der Alpen und daher weniger stark verwittert. Daraus resultiert das charakteristische Landschaftsbild. Auf grünen Almen ragen massive Klippen auf bis zu 3000 m Höhe auf. Der höchste Gipfel der Dolomiten ist die Marmolatagruppe die aus 5 zusammenhängenden Gipfeln besteht, von denen der höchste 3.343 m misst. Auf grund der dramatisch schönen Landschaft sind die Dolomiten ein bevorzugtes Ziel für Touristen und touristisch voll erschlossen.

Sehenswürdigkeiten

  • Karersee - Am auf 1520 m hoch gelegenem 300 m langem See kann man Alpenromantik pur erleben. Hinter dem See mit seinem verwunschenem Tannwaldufer ragt die Latemargruppe auf. Allerdings ist der See ein bekanntes Ziel und daher entsprechend stark besucht. Lage: etwa 25 km östlich von Bozen bei 46° 24' 33" N 11° 34' 30" O
  • Seiser Alm - größte Hochalm Europas auf 1800 bis 2000 m Höhe.

Aktivitäten

Die Dolomiten sind im Winter natürlich ein hervorragendes Wintersportgebiet.

Im Sommer

finden Wanderer und Bergsteiger hervorragende Bedingungen vor. Außerdem sind sie wegen der zahlreichen Pässe ein beliebtes Reiseziel für Rad- und Motorradfahrer.

Dolomiten-Höhenwege

Die Dolomiten-Höhenwege Nr. 1 bis 6 entstanden im Zeitraum von 1960 bis 1970, diese Weitwanderwege verlaufen fast ausnahmslos im Bereich der Östlichen Dolomiten, nur Nr. 2 verläuft in Teilen auch in den Westlichen Dolomiten. Im Jahre 1976 wurde der besonders schwierige Höhenweg Nr. 7 ausgewiesen. In den 1980er Jahren enstanden dann die Dolomiten-Höhenwege Nr. 8, 9 und 10, welche auch in die die Westlichen Dolomiten führen.

Bereits in den 1950er Jahren war der Friedensweg entstanden, der in den Südtiroler- und Italienischen Dolomiten von Sexten bis zum Stilfser Joch über 500 Kilometer Gehstrecke die militärischen Steige entlang der ehemaligen Kriegsfront im Ersten Weltkrieg verbindet, und sich in Teilen mit verschiedenen Dolomiten-Höhenwegen deckt. Der Friedensweg zählt zu den bedeutendsten historischen Weitwanderwegen im nördlichen Italien. Wegen der Streckenlänge insgesamt sollte man schon eine gewisse Grundkondition mitbringen, immerhin muß man sein ganzes Gepäck selber tragen, Transportdienste gibt es nicht. Wie man sich dann die Etappen tatsächlich einteilt, bleibt aber jedem selber überlassen.

Als beste Zeit für eine Begehung der Höhenwege in den Dolomiten gelten wegen der Unwägbarkeiten des Wetters in den erreichten Höhen von bis fast 3000 Metern die Monate Juni bis September. Übernachtet wird im Normalfall in Berghütten, bei einigen der Höhenwege muss man aber auch die Biwakschachtel mit einplanen. Die ungefähren Gehzeiten für geübte Wanderer betragen zwischen 4 und 7 Stunden am Tag, verschiedentlich und je nach persönlicher Verfassung auch länger. Die Weitwanderwege verlaufen alle in Nord-Süd Richtung, nur Nummer 10 verläuft von Westen nach Osten, man kann die Routen natürlich auch umgekehrt begehen. Es empfiehlt sich, auch bei den "einfacheren" Höhenwegen einen Helm und ein Klettersteigset zur Selbstsicherung mitzuführen, vor allem auch für weniger Geübte. Für die Felsentunnels und Kavernen ist eine Stirnlampe erforfderlich. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist auf jeden Fall erforderlich.

Im Winter

Dolomiti Superski

Der Skiverbund vereint zwölf Skiregionen in den gesamten Dolomiten, ein gemeinsamer Skipass gilt für insgesamt 1.200 Pistenkilometern und 450 Liftanlagen. Zu den Gebieten gehören: Die Hänge in Alta Badia im Abteital. Die Skigebiete im Grödner Tal. Die Sella Ronda am Sellastock. Offizieller Saisonbeginn ist Ende November, das Saisonende in den Dolomiten ist Mitte April, Abweichungen je nach Wetterlage sind möglich.


Dieser Text basiert auf dem Artikel " Dolomiten " aus der Enzyklopädie wikivoyage / Liste der Autoren und steht unter der Lizenz Creative Commons. (bearbeitet durch: mc/cp 100 )

Wandertouren in den Dolomiten

 

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