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Wandern in Enneberg

Enneberg ist eine Gemeinde in den Südtiroler Dolomiten (Italien) mit 2968 Einwohnern. Enneberg gehört neben Corvara, Abtei, Wengen und St. Martin in Thurn zu den fünf ladinischen Gemeinden des Gadertals. Der deutsche Name wird auf „von jenseits des Berges “ zurückgeführt. Enneberg ist die ladinische Gemeinden in Südtirol mit der größten Ausdehnung (161,34 km²). Die bedeutendsten Siedlungsflächen befinden sich im Enneberger Tal (auch Vigiltal), einem nach Südosten streichenden Seitental des unteren Gadertals (Val Badia), wo sich der Hauptort St. Vigil (1130–1250 m s.l.m., Al Plan), die Fraktionen Hof (1280–1300 m, Curt), Montal (1090–1120 m, Mantëna) und Pfarre (1260–1310 m, La Pli de Mareo), sowie zahlreiche für die Gegend typische Weiler befinden.

Die Gemeinde Enneberg, insbesondere die sich weit nach Südosten zur Grenze zur Provinz Belluno ausdehnenden Gebiete, umfasst große Flächen unbesiedelter Berggebiete in den Dolomiten, die zu bedeutenden Teilen im Naturpark Fanes-Sennes-Prags unter Schutz gestellt sind. Das Enneberger Tal verengt sich in südöstliche Richtung zunehmend und verläuft ab St. Vigil, von nun an Rautal (Val dai Tamersc) genannt, komplett unbesiedelt zwischen hohen Felswänden. Südlich des Tals, das hier durch den Pares (2396 m, Sas de Crosta) von der südlichen Nachbargemeinde Wengen abgeschirmt wird, erstrecken sich die Berge der Fanesgruppe.

Am Ende des Rautals buchtet das Enneberger Gemeindegebiet nach Süden in das weitläufige Gebiet der Fanes-Hochfläche und der sie ungefähr kreisförmig umgebenden Gipfel aus; gegen den Uhrzeigersinn und im Norden beginnend finden sich hier: Antonispitze (2655 m, Piz de Sant’Antone), Neuner (2968 m, Sas dles Nü), Zehner (3026 m, Sas dles Diesc), Heiligkreuzkofel (2907 m, Sas dla Crusc), Lavarela (3055 m), Cunturines-Spitze (3064 m, Piz dles Cunturines), Cima Scotoni (2874 m), Monte Cavallo (2911 m), Monte Casale (2898 m), Monte Castello (2817 m) und Col Bechei (2794 m). 

Sehenswürdigkeiten

Sagen und Schwänke

  • Im Osten grenzt an Enneberg die Gemeinde Cortina d’Ampezzo . Mit dieser gab es von Alters her häufig Grenzstreitigkeiten um die Almen und Wiesen von Sennes. Ein Gottesgericht sollte den Streit schlichten. Vier Ampezzaner wuchteten einen schweren Stein über ihre Köpfe und begannen diesen nach Westen gen Enneberg zu tragen. Es war abgemacht, dass dort, wo sie diesen Stein abwerfen müssten, wenn ihnen schließlich die Kräfte ausgingen, die Grenze zwischen Ampezzo und Enneberg sein sollte. Was die Enneberger nicht wussten, war, dass die Ampezzaner mit dem Teufel im Bund waren. Sie hatten übermenschliche Kräfte und trugen den Stein immer weiter Richtung Pederü. Entsetzt schrie eine Enneberger Sennerin auf: „Jesses, sie nehmen uns die ganz Alm!“ Bei dem Wort „Jesus“ versagte der Teufelszauber, der Stein fiel zu Boden und begrub die vier Ampezzaner unter sich. Er markiert heute die Grenze zwischen Enneberg und Ampezzo.
  • Die Äbtissin von Kloster Sonnenburg, die Landesherrin von Enneberg, gab einmal ein Gastmahl für ihre Gefolgsleute und Bauern in Enneberg. Doch bei all dem Essen und Trinken unterlief ihr ein peinliches und geräuschvolles Missgeschick. Geistesgegenwärtig sprang einer der Männer auf, tat so, als wäre er es gewesen, und entschuldigte sich bei der Versammlung. Zum Dank schenkte ihm die Äbtissin den Hof „Bühl“, der seitdem „Pfurzbühl“ heißt.

Bild: „ NeunerZehnerFanes “. Lizenziert unter CC BY 2.5 über Wikimedia Commons .
Dieser Text basiert auf dem Artikel " Enneberg " aus der Enzyklopädie wikipedia / Liste der Autoren   und steht unter der Lizenz Creative Commons . (bearbeitet durch: mc/cp 100 )

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