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Wandern in Schenna

Schenna (italienisch Scena) ist eine italienische Gemeinde mit 2874 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in Südtirol, die etwa drei Kilometer nordöstlich von Meran liegt. Bozen liegt etwa 25 km südöstlich. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 48 km² und reicht von der Stadtgrenze Merans (360 m) bis zu den Gipfeln der Sarntaler Alpen, dem Hirzer (2781 m) und dem Ifinger (2581 m). Neben dem Ortskern (600 m) umfasst die Gemeinde weitere sechs Ortsteile (Verdins, St. Georgen, Schennaberg, Videgg, Unter- und Obertall), die von 716 m bis 1536 m reichen. Das Meraner Becken liegt klimatisch außerordentlich begünstigt.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Neue Pfarrkirche - Die alte Kirche erwies sich immer mehr als zu klein, dadurch wurde der Bau eines geräumigeren Gotteshauses notwendig. Die Nähe zu Schule, Altersheim, Mesnerhaus und Widum gaben den Ausschlag für die zentrale Lage. Nach mehreren Auseinandersetzungen über Planung und Standort wurde der Entwurf des Wiener Architekten Eduard Hütter gutgeheißen und genehmigt. Bereits 1915 wurden die Bauarbeiten auf Grund des Kriegsausbruchs eingestellt und durch die politische Veränderung Südtirols konnte erst 1926 wieder weitergebaut werden.
  • Die Alte Pfarrkirche - Im 12./13. Jh. ist diese Kirche im romanischen Stil erbaut und im 16. Jh. gänzlich umgestaltet worden, seither wurde baulich wenig verändert. Der barocke Hochaltar mit den Statuen der Heiligen Franz Xaver und Johann Nepomuk wurde um 1730 errichtet und 1819 umgestaltet. Außer den vier Altären befinden sich in der Kirche auch noch wertvolle Einzelskulpturen wie der spätgotische hl. Sebastian und der barocke hl. Johannes der Täufer. Die Kreuzwegstationen stammen aus der Mitte des 18. Jh.
  • Die Martinskirche - Sie stammt aus dem 12. Jh. und ist das älteste Baudenkmal Schennas. Die Kirche wurde nach karolingischem Maß erbaut, ist zweischiffig mit je einer Rundapsis und zwei zentralen achteckigen Pfeilern.
  • Die Kirche St. Georg - Die Kirche in St. Georg im Ortsteil St. Georgen stammt aus dem 12./13. Jh. Diese originelle Rundkirche war früher Kapelle der Burg St. Georgen oder Alt-Schenna. Als 1591 ein Blitz eine Hälfte des Kirchleins fast ganz zerstörte, wurde der Kirchenraum mit einem Mittelpfeiler verstärkt. Die Fresken aus dem 14. Jh. sind sehr gut erhalten und stellen u. a. das Martyrium des hl. Georg, das Jüngste Gericht und die St.-Nikolaus-Legende dar. Der gotische Flügelaltar zeigt den hl. Georg auf dem Pferde im Kampf mit dem Drachen.
  • Das Mausoleum - Das Mausoleum wurde in den Jahren 1860 bis 1869 nach den Plänen des Wiener Baumeisters Prof. Moritz Wappler als Grabstätte für Erzherzog Johann von Österreich seiner Gemahlin Anna Plochl, für seinen Sohn Graf Franz von Meran und dessen Frau Theresia Gräfin von Lamberg erbaut. Die Grabkapelle steht auf einer künstlichen Terrasse am Westrand des Kirchenhügels und zählt zu den frühesten und zweifellos auch zu den gelungensten Sakralbauten im neugotischen Stil.
  • Schloss Schenna - Der mächtige Bau vom Schloss Schenna oberhalb von Meran ist mit einem teilweise noch sichtbaren Burggraben umgeben. Über eine Brücke gelangt man zum Eingangstor des Schlosses und vorbei am Burgverlies in den Innenhof. Dort führt ein offenes Treppenhaus in die Burggemächer. Im original eingerichteten Schloss finden sich zudem eine der umfangreichsten Waffensammlungen in Tiroler Schlössern, die größte private Andreas-Hofer-Sammlung, Gemälde, Portraits und Preziosen aus dem Besitz Erzherzog Johanns, der das Schloss 1845 erwarb. Das Schloss ist mit Mausoleum und Thurnerhof seit 1859 im Besitz der Nachfahren Erzherzog Johanns, der Grafen Meran, und ist heute noch von der Familie bewohnt. Besichtigung des öffentlich zugänglichen Teils ist von Ostern bis Allerheiligen ausschließlich mit Führungen möglich.

Tourismus

Aus der ehemaligen bäuerlichen Landgemeinde hat sich in den letzten 40 Jahren einer der bedeutendsten Tourismusorte Südtirols entwickelt. Die Zahl der jährlichen Übernachtungen hat mittlerweile die Millionengrenze überschritten. Schenna zeichnet sich insbesondere durch eine große Zahl von Hotels der Kategorie 3 und 4 Sterne aus. Besonders Wanderern bietet Schenna eine Vielzahl markierter und gut beschilderter Wanderwege in allen Höhenlagen – vom Maiser Waalweg bis in die Bergregionen des Ifinger - und Hirzergebietes . Zahlreiche Seilbahnen und Lifte erleichtern den Aufstieg zu Höhenwegen und Almwanderungen; gepflegte Berggasthäuser, Almen und Schutzhütten sorgen für das leibliche Wohl. Eines der touristischen Ausflugsziele ist das Wandergebiet Tall-Hirzer. Es ist durch die Hirzerseilbahn und den Sessellift Grube erschlossen und umfasst die Weiler Prenn, Oberkirn und Videgg. Es erstreckt sich über eine Vielzahl von bewirtschafteten Almen. Das Wandergebiet Tall-Hirzer ist ausgehend von Verdins direkt mit der Seilbahn Verdins-Tall erreichbar. In Schenna fährt die Taser-Pendelbahn, die die alte Troyer-Pendelbahn ersetzte.

Bild: " Mausoleum, Schloss Schenna " von Thesurvived99 . Eigenes Werk . Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons .
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