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Wandern in Bliesgau

Elbauen bei Neuhaus.JPG Das Biosphärenreservat Bliesgau

Weltweit bilden 621 überwiegend ländliche Regionen mit einer einmaligen Naturausstattung das Netzwerk der  Biosphärenreservate nach den Kriterien der UNESCO. In Deutschland dürfen 15 diesen Adelstitel tragen. Jede einzelne vermittelt auf spezifische Art und Weise die Philosophie der Biosphärenreservate durch unverwechselbare Besonderheiten. Das Biosphärenreservat Bliesgau ist geprägt durch wertvolle Streuobstbestände, artenreiche Wiesen, ausgedehnte Buchenwälder und der von der Blies durchzogenen Auenlandschaft. Im Vergleich zu den anderen deutschen Biosophärenreservaten ist der Bliesgau mit seinem Verdichtungsraum im Norden und einer Bevölkerungsdichte über dem Bundesdurchschnitt (ca. 300 Einw./km) recht städtisch geprägt und gerade dieser Umstand macht uns weltweit als Biosphärenreservat einmalig.

Elbauen bei Neuhaus. By Ch.Pagenkopf, via Wikimedia Commons .

 Schatztruhe für besondere Arten

Saarpfalz Kelten Eine Besonderheit des Biosphärenreservates Bliesgau liegt in der Vielfalt der Landschaft mit einem Ineinandergreifen verschiedener Groß- und Kleinstlebensräume. Diese Landschaft mit ihren sanften Hügeln ist durch eine jahrtausendelange menschliche Nutzung geprägt und u.a. dadurch Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten geworden. Bezogen auf das Saarland gibt es hier die größte Dichte an bedrohten Arten und Lebensraumtypen. Der Bliesgau beherbergt ca. 80 Prozent des saarländischen Vorkommens des stark gefährdeten Steinkauzes, die Population des Goldenen Scheckenfalters ist besonders individuenreich und auf den Muschelkalkböden kann man nahezu die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Orchideenarten bewundern. Diese Schätze gilt es zu bewahren. Deshalb gehört ein Großteil dieser Flächen zur Pflegezone des Biosphärenreservates und ist als Naturschutz- oder FFH-Gebiet geschützt, wie z.B. auch das Großschutzgebiet „Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe“, das mehr als 2.100 Hektar Fläche umfasst. Vor allem der Kalkhalbtrockenrasen und die Streuobstwiesen sind durch eine Aufgabe der Nutzung bedroht. Für diese Flächen müssen gemeinsam mit den Landnutzern neue Nutzungs- oder Pflegekonzepte entwickelt werden, um sie auch weiterhin als Lebensraum zu erhalten.


Zukunftswerkstatt für nachhaltige Entwicklung


Biosphärenreservate sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung. In ihnen werden beispiel- und modellhaft neue Wege beschritten, für ein ausgeglichenes Miteinander von Mensch und Natur. Umwelt- und Naturschutz werden dabei als Entwicklungschance gesehen, um die Region als  unverwechselbare Kulturlandschaft zu erhalten und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Ein Paradebeispiel dafür ist der Bliesgau-Apfelsaft, mit dessen Genuss jeder zum Erhalt des wertvollen Lebensraums Streuobstwiese beitragen kann. Erfolg und Ausmaß einer nachhaltigen Entwicklung hängen von den Ideen, dem Engagement und der Zusammenarbeit der Menschen vor Ort ab. Große wirtschaftliche Potentiale im Biosphärenreservat Bliesgau liegen beispielsweise im sanften Tourismus, in der Vermarktung naturnah erzeugter Regionalprodukte und im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung. Im „Masterplan 100% Klimaschutz“, einem umfassenden Klimaschutzkonzept, werden die Energieverbräuche analysiert und Maßnahmen zur effizienteren Nutzung von Energie und zum Ausbau erneuerbarer Energien ermittelt und umgesetzt.(TVBliesgau)

 

 

 

Biosphärenreservat Bliesgau

 

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