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Übersicht Pilgerwege

 Karte der Jakobswege in Westeuropa

 

By Manfred Zentgraf, Volkach, Germany (Manfred Zentgraf, Volkach, Germany) [ CC-BY-SA-2.5 , GFDL or CC-BY-SA-3.0 ], via Wikimedia Commons

 

Der Jakobsweg, der wohl bekannteste Pilgerweg

Der Jakobsweg ist eigentlich ein Sammelbegriff für die europäischen Pilgerwege zum Grab des Apostels Jakobus nach Santiago de Compostela in Spanien. Der klassische Jakobsweg ist der Camino Francés von der spanisch-französischen Grenze in den Pyrenäen nach Santiago de Compostela. Mit der Wiederbelebung der Pilgertradition wurden jedoch zahlreiche Jakobswege des Mittelalters wieder entdeckt und so beginnt der Jakobsweg im Prinzip vor der eigenen Haustür.

 

Jakobsweg am Münster Unsere liebe Frau in Konstanz

Der Jakobsweg (Camino de Santiago) ist ein europäischer Pilgerweg, der aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien u. a. nach Santiago de Compostela in Spanien führt. Der wichtigste Abschnitt geht von der spanisch-französischen Grenze über die Pyrenäen durch das spanische Binnenland und wird Camino Francés genannt. Aus dem Süden, aus Sevilla, führt die Via de la Plata nach Santiago.

Klassischerweise wird der "Camino" (dt. "Weg"), wie der Jakobsweg unter Pilgern genannt wird, zu Fuß begangen, wobei man allerdings in guter gesundheitlicher Verfassung sein sollte, da der Weg teilweise sehr beschwerlich ist. Einige Pilger legen ihn auf dem Fahrrad zurück, andere nutzen dafür ein Pferd oder einen Esel. Die Nutzung anderer Transportmittel widerspricht dem Pilgergedanken und kann zum Entzug des Pilgerausweises führen, womit der Erhalt der Pilgerurkunde "Compostela" ausgeschlossen ist.

 

Um offizieller Jakobspilger zu werden, benötigt man einen Pilgerausweis (Credencial). Dieser kann an verschiedenen Stellen erworben werden. Der einfachste Weg ist, ihn bei einer deutschen Jakobusgesellschaft zu beantragen. Gegen einen kleinen Obolus wird dieser innerhalb kürzester Zeit nach Hause gesandt. Die Mitgliedschaft in der jeweiligen Gesellschaft (bspw. Jakobusfreunde Paderborn) ist dafür nicht nötig.

Weiterhin ist es möglich, den Ausweis am jeweiligen Startort entlang des Jakobsweges zu beschaffen. Dabei haben traditionelle Startorte (wie Saint-Jean-Pied-de-Port) entsprechende Pilgerbüros, die den Ausweis ausstellen. Wenn kein Pilgerbüro vorhanden ist, kann auch die ansässige Kirche einen solchen ausstellen. Es kann allerdings vorkommen, dass in sehr kleinen Gemeinden keine Ausweise erhältlich sind.

In einigen Regionen Deutschlands wird der Pilgerausweis von katholischen Pfarrgemeinden im Rahmen eines Gottesdienstes ausgestellt. Möglicherweise wird man an eine Pfarrgemeinde mit dem Namen "St. Jakob" verwiesen.

Wer mindestens 100 km zu Fuß, 200 km per Fahrrad oder 200 km auf einem Pferd oder Esel zurücklegt und seinen Pilgerausweis nach jeder Etappe in der Herberge, einer Kirche, einer Bar, bei Privatpersonen, o.ä. stempeln lässt, erhält in Santiago de Compostela eine Pilgerurkunde in lateinischer Sprache. Diese wird Compostela genannt. Nach einer Beichte kann man nach katholischer Lehre auch einen Generalablass von allen Sünden erhalten.

 

 

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