Wandern Aktiv

Hintertux - Tuxer Jöchl

Hintertux 2006Hintertux im Zillertal

 

Tour-Empfehlung: Auf das Tuxer Jöchl

  • Hintertux - Schleierfall 1,5 Std.
  • Schleierfall - Tuxer Joch 2 Std.
  • Tuxer Joch - Hintertux 1,5 - 2 Std.

 

"Das Tuxer Jöchl (7149 Fuß) ist ein bequemer Bergsteig, zwar etwas steil von beiden Seiten, aber nicht übermäßig hoch und ganz gefahrlos. Es wird viel begangen, weil es Zillertal und Tux mit dem Wipptal verbindet. Auf dem Joch oben sind Schneestangen eingesteckt, da der Übergang sogar im Winter oft benützt wird. Auch ein Höhenkreuz steht da und ein hölzener Heiland hängt daran, dem die Regengüsse alle Farbe ausgewschen haben; selbst die beiden Arme sind vom Rumpf abgesprungen und hängen nun trostlos neben dem Leib herunter.

Ringsherum ist eine kleine Fläche, von welcher zwei Wege ausgehen - der eine jäh abfallend, zieht gerade vorwärts, der andere läuft zur Linken in ein Tal ein, das sich weithinaus in die Runde zieht. Seine glatten, steilen Seiten sind baum- und buschlos, aber mit schönem Grün bekleidet. Durch dieses Tal geht auch ein Weg nach Hintertux hinunter und manch fremden Wanderer, der ohne Führer von dort heraufkam ist es schon begegnet, dass er den stillen Pfad, der durch diese einsame Weiden hinabführt, für den Weg nach Schmirn hielt, und daher zu einiger Schadenfreude der Tuxer wieder ins Tal hinunter fand, aus welchem er eben heraufgestiegen war ..."

(aus dem Buch "Drei Sommer in Tirol", Band 1, von Ludwig Steub, 1871).

 

Die Wildetux, so der frühere Name von Hintertux, wurde über das Tuxer Joch vom Wipptal her besiedelt. Wildetux gehörte zur Pfarre Steinach mit Begräbnisrecht. Dies hatte zur Folge, dass die Toten dort bis 1486 begraben werden mußten. Die Verstorbenen wurden also teilweise tagelang über das Tuxer Joch auf beschwerlichem Weg ins Schmirntal und weiter hinaus nach Mauern auf den Friedhof getragen. Heute werden noch viele heitere und besinnliche Geschichten darüber erzählt. Die Tuxer Kreuze am Friedhof von Mauern erinnern heute noch an diese Zeit.

 

Tourenbeschreibung:

Hinweis zur Anfahrt (Alternativ-Parkplatz im Sommer):

Einige Meter nach dem Ortsschild von Tux biegt scharf rechts eine Straße Richtung Bichlalm ab. Hier einbiegen und nach der dritten Serpentine rechts zu einem kleinen Waldparkplatz.

 

Aufstieg:

Ab dem Parkplatz dem Weg Richtung Bichlalm / Tuxerjoch folgen. Nach der Bichlalm fast waagrecht bis zur Abzweigung, wo links der Hauptweg zur Sommerbergalm und zum Tuxerjoch verläuft. Hier nicht diesen Hauptweg nehmen, sondem geradeaus dem Karrenweg geradeaus folgen zu dem schon sichtbaren Wasserfall. Bei diesem durch das Gatter eine leichte Felsstufe ("Sigreider") hinauf ins Weitental. Nach einer guten Stunde durch das einsame Weitental erreicht man das Tuxerjochhaus in einer Höhe von 2313 Meter. Der Gipfel des Pfannbichl wird in wegloser,leichter Kletterei in 15 Minuten besteigen.

 

Abstieg:

Auf der Forststraße über die Sommerbergalm nach Hintertux.

Schönere Variante: Auf dem Steig der direkt am Tuxerjochhaus beginnt, auf die Forststraße, diese wird allerdings wieder nach kurzer Zeit links verlassen, wo die Forststraße eine scharfe Rechtskurve macht (ungefähr in der Mitte zwischenTuxerjochhaus und Sommerbergalm). Hier links dem Steig folgen, der nach einer halben Stunde wieder auf die Forststraße zur Bichlalm einmündet. Hier links weiter in Richtung Schleierfall und bei der bekannten Weggabelung (siehe Aufstieg) zur Bichlalm und weiter zum Parkplatz. (ob/cp100)

 

Bild: Blick auf Hintertux im Zillertal. Bildnachweis: By Holger.Ellgaard (Own work) [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons

 

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