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Wandern im Nationalpark Kalkalpen

Hintergebirge 01.jpg Der Nationalpark Kalkalpen ist ein österreichischer Nationalpark. Er wurde 1997 gegründet und umfasst das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge in den Oberösterreichischen Voralpen. Der Sitz der Nationalpark Gesellschaft ist in Molln, jedoch befinden sich auch in Reichraming und Windischgarsten Besucherzentren, die Informationsmaterialien, -veranstaltungen und Ausstellungen bieten. Weitere umliegende Orte sind: Roßleithen , Rosenau am Hengstpaß , Weyer , Großraming und St. Pankraz .

Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 20.856 Hektar. Davon sind 89 % als Naturzone ausgewiesen, elf Prozent sind Bewahrungszone. 88 % des Gebiets sind im Besitz der Österreichischen Bundesforste, elf Prozent im Privatbesitz und ein Prozent im Gemeindebesitz. Der höchste Gipfel ist mit 1963 Metern der Hohe Nock.  Das Gelände ist zu vier Fünftel bewaldet, dabei dominiert ein Mischwald aus Fichten, Tannen und Buchen. Im Nationalparkgebiet findet man über 200 km unverbauter Bachläufe und 800 Quellen. Die Hauptgesteinsarten im Nationalpark sind Wettersteinkalk und Hauptdolomit . Im Gebiet des Nationalparks Kalkalpen wurden bisher über 70 Höhlen entdeckt. Das größte Höhlensystem im Nationalpark ist die Klarahöhle, die 2004 entdeckt wurde. Die tiefste Höhle ist der Krestenbergschacht, der von seinem Einstieg in 1165 m Seehöhe 412 m tief abfällt. Es gibt auch Eishöhlen im Park, diese sind nur erfahrenen Höhlenforschern zugänglich. Im Sengsengebirge liegt die „Eiskapelle“. Diese Höhle besteht im Wesentlichen aus einer 60 m langen, 30 m breiten und etwa sechs Meter hohen Halle. In manchen Jahren hält sich in der Mitte des Raumes bis in den Herbst hinein eine Eissäule. Früher wurde diese Höhle von den Einheimischen „Teufelskapelle“ genannt.

Tier- und Pflanzenwelt

Im Park leben rund 30 Säugetier-, 80 Brutvogel- und 1500 Schmetterlingsarten. Die Pflanzenwelt weist über 1000 verschiedene Arten von Blütenpflanzen, Farnen und Moosen auf. An gefährdeten Säugetierarten kommen Fischotter, Siebenschläfer und zahlreiche Fledermausarten im Nationalpark vor. Von Braunbär, Luchs und Biber gibt es einzelne Nachweise. Der Park ist Lebensraum vieler Vogelarten, die in Österreich auf der Roten Liste stehen, dazu zählen: Auerhuhn, Baumfalke, Birkhuhn, Braunkehlchen, Eisvogel, Graureiher, Habicht, Haselhuhn, Hohltaube, Schlangenadler, Schwarzstorch, Steinadler, Sperber, Uhu, Waldschnepfe, Wanderfalke, Wasseramsel, Weißrückenspecht, Wespenbussard, Wiesenpieper, Ziegenmelker und Zwergschnäpper. Zu den gefährdeten Reptilien im Park zählen: Äskulapnatter, Bergeidechse, Blindschleiche, Glattnatter/Schlingnatter, Kreuzotter, Ringelnatter und Zauneidechse. Von den über 850 nachgewiesenen Pflanzenarten im Park stehen 102 auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzen Oberösterreichs. 

Nutzung

Das Nationalparkgelände steht unter besonderen Schutz und ist gut mit Wanderwegen erschlossen. Die umliegenden Gemeinden nutzen das Gebiet ausschließlich für sanften Tourismus. In der Bewahrungszone gibt es 20 Almen, von denen nur wenige bewirtschaftet werden. Mit dem Plan der Energie AG in der Umgebung auf Bergen Windkraftwerke zu errichten tritt 2013 ein neuartiger Nutzungskonflikt auf. Bürger engagieren sich in einer Plattform „Für freie Horizonte in der Nationalparkregion Steyr- und Ennstal“.

 

Bild: „ Hintergebirge 01 “. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons .
Dieser Text basiert auf dem Artikel  " Nationalpark Kalkalpen " aus der Enzyklopädie wikipedia / Liste der Autoren und steht unter der Lizenz Creative Commons . (bearbeitet durch: mc/cp 100)

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