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Irmgardispfad bei Viersen - NRW

Irmgardispfad bei Viersen

Bild: St.Irmgardis Kapelle in Viersen-Süchteln

 

Der Irmgardispfad ist ein als Rad- und Fußweg gedachter Wander- und Pilgerpfad, der durch Außenbereiche der nordrhein-westfälischen Kreisstadt Viersen führt. Der Irmgardispfad verläuft von der Irmgardiskapelle auf dem Heiligenberg bei Süchteln durch die Süchtelner Höhen, am westlichen Stadtrand von Alt-Viersen vorbei, schließlich über Hoser, Bockert, Beberich, Ompert und Ummer zum Helenenbrunnen nach Helenabrunn und wird daher auch als "Helenenpfad" oder, im niederfränkischen Viersener Dialekt, als "Lie'nepäsche" bezeichnet. Das Markierungslogo dieses Pilgerweges zeigt deshalb die Anfangsbuchstaben "I" (für Irmgardispfad) und "L" (für Lie'nepäsche).

 

Historisch-mythologischer Hintergrund

Nach Angaben der Stadt Viersen lebte im 11. Jahrhundert die heilige Irmgardis als Einsiedlerin auf dem Heiligenberg bei Süchteln, ungefähr dort, wo sich jetzt die Irmgardiskapelle befindet. Von hier aus soll die Heilige gelegentlich zur Kirche von Helenabrunn gepilgert sein. Die von ihr mutmaßlich benutzte Wanderstrecke ist der Irmgardispfad.

 

Verlauf

Der Irmgardispfad beginnt bei der Irmgardiskapelle auf dem Heiligenberg bei Süchteln. Zu Beginn der Strecke verlaufen Fuß- und Radwanderweg zunächst getrennt voneinander. Der Fußweg führt in der Nähe der Irmgardiskapelle teilweise über recht steile Treppen, die für Radwanderer natürlich völlig ungeeignet sind. Daher ist der Radwanderweg zu Beginn der Strecke zunächst separat ausgeschildert und führt in einem kleinen Umweg an den Sportanlagen der Süchtelner Waldkampfbahn vorbei. Von hier aus führt der Pfad dann wieder in das Waldgebiet der Süchtelner Höhen hinein, wo die Strecke in der Nähe von Minigolfplatz und Kletterwald mit 85 m ü. NN gleich den höchsten Punkt Ihres Gesamtverlaufs erreicht, als Aussichtspunkt ist diese Stelle allerdings nicht besonders ergiebig, da sie sich mitten im Wald befindet.

Als Nächstes verläuft die Strecke nun in südwestlicher Richtung bis an den Waldsaum, wo sie scharf nach links abknickt und schließlich am Waldrand entlang in südöstlicher Richtung weiterführt, ab hier folgen Fuß- und Radwanderweg jetzt einem gemeinsamen Streckenverlauf. Schließlich wird das Gebiet des Viersener Hohen Buschs mit seinen Sportanlagen und dem Viersener Labyrinth erreicht, wonach die Wegweisung nun endgültig aus dem Waldgebiet Süchtelner Höhen / Hoher Busch herausführt.

Die weitere Streckenführung folgt danach, am Haus Kaiserbad vorbei, ein Stück weit dem Radweg entlang der Dülkener Straße, und biegt von hier aus wieder nach rechts ab. Der Irmgardispfad verläuft dann zunächst am westlichen Rand des Wohngebietes Löh vorbei, und folgt daran anschließend der äußeren Begrenzung des Viersener Hauptfriedhofs. So gelangt man schließlich nach Hoser. Von Hoser aus geht es dann durch den Jubiläumsgarten zunächst nach Bockert weiter. Hier führt die Wegweisung dann entlang der Zweitorstraße nach Oberbeberich, wo im anschließenden Streckenverlauf im Bereich der Straße "Sitzstadt" zunächst das hier oft trockenliegende Bachbett des Hammer Bachs überquert wird. Gleich dahinter befindet sich die St.Hubertus-Kapelle.

Südöstlich der Sitzstadt führt der Pilgerpfad den (Rad-)Wanderer schließlich über das Gebiet der Tempelshöfe und nördlich von Ompert vorbei bis auf den Omperter Weg in Ummer. Hier geht es dann zunächst auf dem Radweg neben der Gladbacher Straße wieder bergauf in Richtung Mönchengladbach, nach ca. 300 m zweigt der Irmgardispfad dann nach links in den Ummertalweg ab, der direkt auf die Grundschule von Helenabrunn zuläuft. Zum Abschluss ist der Irmgardispfad in Helenabrunn über die Straßen Helenenberg, Helenenstraße und Brunnenstraße ausgewiesen. Hier endet die Pilgerstrecke schließlich gegenüber der Pfarrkirche "St.Helena" am Helenenbrunnen.

 

Schwierigkeitsgrad

Insbesondere im Bereich von Oberbeberich und Ummer werden durch das Geländegefälle beim Radfahren Beschleunigungen erreicht, die in der ansonsten recht ebenen niederrheinischen Landschaft vergleichsweise ungewohnt sind. Die dabei erzielten Fahrgeschwindigkeiten können jedoch nicht ausgefahren werden. Stattdessen enden alle Abfahrten mit abruptem Abbremsen, weil die Vorfahrt anderer Straßen unbedingt zu beachten ist, darum sollte der Parcours nur von geübten Radfahren befahren werden. Auf die Mitnahme von Kleinkindern auf eigenen Kinderrädern sollte man vor allem zwischen Bockert und Helenabrunn besser verzichten.

 

 

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Bild: St.Irmgardis Kapelle in Viersen-Süchteln. Bildnachweis: By Þomas (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

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