Wandern Aktiv

Wandern im Ruhrgebiet

Bergehalde "Großes Holz"

 

Bergkamen Grosses Holz.jpg Das Ruhrgebiet liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen und ist mit 5,2 Millionen Einwohnern das größte geschlossene Siedlungsgebiet in Deutschland . Mitten im zentralen europäischen Wirtschaftsraum gelegen, ist es nach Moskau, London, Paris, Madrid und Mailand der fünftgrößte Ballungsraum Europas und gilt als die am besten erschlossene europäische Region.
Das Ruhrgebiet, oft auch als Ruhrpott oder Revier bezeichnet, ist zwischen etwa 1840 und 1900 zu einer riesigen Industrieregion zusammengewachsen. Die einzelnen Städte liegen teilweise so direkt nebeneinander, dass nur das Ortsschild verrät, dass man in eine andere Stadt gelangt ist. Begrenzt wird die Region im wesentlichen nördlich durch die Lippe und südlich durch die Ruhr. Beide Flüsse fließen Richtung Westen in den Rhein. Von West nach Ost bilden vier Städte mit je rund einer halben Million Einwohner das Rückgrat: Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund. Dazwischen und vor allem nördlich dieser vier Städte befinden sich mittelgroße und kleinere Städte wie Oberhausen oder Gelsenkirchen.
Das neue Ruhrgebiet wird seit der Kulturhauptstadt 2010 unter dem Begriff Metropole Ruhr vermarktet. Es hat sich innerhalb von wenigen Jahren zu einem beliebten Reiseziel entwickelt und hat nicht nur für seine Einwohner, sondern auch für Besucher von außerhalb viel zu bieten. Typisch für die Region ist die enge Verzahnung von Industrie, Wohngebieten und Naturflächen: Auch weidende Kühe vor Industriekulisse gehören zum Ruhrgebiet. Zahlreiche Freiflächen, Parks, Radwege, Wälder und Halden ermöglichen ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm im Freien.

Die Schwerindustrie, aus der das Ruhrgebiet gewachsen ist, spielt mittlerweile nicht mehr die Hauptrolle. Ehemalige Industrieanlagen, wie Zechen, Gasometer und Stahlwerke sind heute häufig Sehenswürdigkeiten in der Region , gut zu erkunden über die Route der Industriekultur. Überhaupt prägt nicht zuletzt das industrielle Erbe, das heute oftmals für kulturelle Zwecke genutzt wird die Stadtbilder. Auch wegen des großen Kulturangebots wurde das Ruhrgebiet 2010 mit Essen neben der ungarische Stadt Pécs und der türkischen Metropole Istanbul zur Ruhr.2010 Kulturhauptstadt Europas ausgerufen.

Den Besucher erwartet daher eine Mischung aus Industriekultur, Kreativität, Strukturwandel, Bildung und technischen Innovationen sowie zahlreiche Freizeitangebote. Daneben hat die Region aber auch mit den typischen Problemen einer Metropole zu kämpfen: demografischer Wandel, schrumpfende Städte, Arbeitslosikeit oder Kirchturmdenken.

Obwohl das Ruhrgebiet eine Industriestadt ist, besitzt es, vergleichend mit anderen europäischen Industrieregionen, einen großen Waldanteil , der das Ruhrgebiet zu einer attraktiven und eindrucksvollen Wanderlandschaft macht.
Im Süden reicht das Ruhrgebiet bis ins Bergische und Märkische Rheinland, hier finden Wanderer Hügelland, mit dichten Wäldern und urigen Ortskernen in den tiefen Tälern. Im Osten zieht sich das Ruhrgebiet bis zu den Lößflächen der Hellwegbörde. In der Lippeniederung grenzt das Ruhrgebiet an die Münsterländische Bucht.  Nördlich des Ruhrgebiet ist die Landschaft weitestgehend flach angelegt und geht ins Münsterland über, die Wanderwege führen Wanderer dennoch an naturbelassenen Heidelandschaften, Schlössern und weiten Waldgebieten vorbei. Es müssen nicht immer Berge sein, auch Flachland hat seinen Reiz, und das zu Recht! Das Ruhrgebiet hat also nicht nur Bergbaustätten und Industrieanlagen zu bieten, vielmehr macht gerade die Kombination aus Stadt und Natur das Ruhrgebiet zu einer besonderen Wanderregion und schafft spannende Gegensätze . Insbesondere die begehbaren, unterschiedlich gestalteten ehemaligen Abraumhalden im Norden des Ruhrgebiets sind einzigartig und sehenswert. Keine Spur davon, dass es ein künstlich, aufgeschütteter Berg ist.
Empfehlenswert sind zudem die liebevoll angelegten Parklandschaften und Naherholungsgebiete. Besonders der Landschaftspark Emscherbruch im Norden lässt das Ruhrgebiet strahlen und zeigt, wie schön die Naturrräume sind.

Wanderliebhaber aufgepasst: Erwanderswert ist auch die weitläufige Seenlandschaft sowie die Talsperren südlich des Ruhrgebiets.

Wandertouren

  • Königstour, ein Rundwanderung durch die Elfringhauser Schweiz.
  • Pilgerwege: Teiles des Jakobswegs führen durch das Ruhrgebiet: Osnabrück-Wuppertal und Wuppertal-Aachen
  • Fernwanderweg Wupperweg
  • Der 244 km lange Ruhrhöhenweg (über umliegende Hügel, nicht am Flussufer entlang), führt durch das Rothaargebirge vom Ruhrquellenort Winterberg bis zur Mündung der Ruhr in den Rhein bei Duisburg.
  • Ruhrtalradweg (entlang dem Flussufer)
  •  Plackweg, nutzen einst schon die Römer, um Handelsgüter durch den Arnsberger Wald zu transportieren.


Sehenswürdigkeiten
Um sich über die industriekulturelle Vergangenheit und Gegenwart des Ruhrgebietes einen Überblick zu verschaffen, begibt man sich am besten auf die Route der Industriekultur (RIK).

Charakteristisch für das Ruhrgebiet sind die Arbeitersiedlungen und Bergehalden.
Die Einwohnerzahl des Ruhrgebietes hatte sich zwischen 1850 und 1935 etwa verfünfzigfacht. Für private Investoren und die öffentliche Hand wäre es unmöglich gewesen, Wohnraum in ausreichender Menge und Infrastruktur bereitzustellen. Hier sprang die Industrie ein, die Werkssiedlungen, Konsumanstalten (heute würde man Supermarkt sagen) und Gemeinschaftseinrichtungen für ihre Arbeiter und Angestellten gleich neben der Fabrik errichtete. Auch wenn die jeweiligen Firmen damit ihre eigenen Interessen zu verbinden wussten, war es eine soziale Besonderheit. Das durchschnittliche Einkommen eines Bergarbeiters lag im 19. Jahrhundert an der Existenzgrenze, und ohne die Einrichtungen hätten Armut und Leben in Elendsvierteln für viele Menschen gedroht. Diese Siedlungen wurden meist als Gartenstadt mit ländlichem Charakter angelegt und gehören jetzt, renoviert und heutigen Bedürfnissen angepasst, zu begehrten Wohnobjekten. Die interessantesten Siedlungen dieser Art sind:
Arbeitersiedlungen

  • Eisenheim in Oberhausen entstand ab 1846 für die Beschäftigten der späteren Gutehoffnungshütte. Die heute noch stehenden 38 Häuser bilden die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebietes.
  • Margarethenhöhe in Essen ist die bekannteste und gilt als die schönste Siedlung des Ruhrgebietes. Die Siedlung entstand als Stiftung Margarethe Kupps als Gartenstadt nach den Plänen Georgs Metzendorfs.
  • Dahlhauser Heide in Bochum-Hordel, für die Musterzeche des Krupp-Konzern, die Zeche Hannover, wurde zwischen 1907 und 1915 eine Mustersiedlung errichtet, ebenfalls in Stil einer Gartenstadt.
  • Siedlung Teutoburgia in Herne-Börnig, eine der schönsten Gartenstadt-Siedlungen an der Ruhr. Bestehend aus nur 4 unterschiedlichen Haustypen ergibt sich ein sehr abwechslungsreiches Gesamtbild. Erbaut wurde die Siedlung zwischen 1909 und 1923 für die Beschäftigten der Zeche Teutoburgia.


Bergehalden
Die Bergehalden, bestehend aus tauben Gestein, das mit der Kohle ans Tageslicht gefördert wurde, sind zum größten Teil aufgeforstet und der Öffentlichkeit zugänglich. Sie werden genutzt von Mountain-Bikern (Hoppenbruch), Drachenfliegern oder Spaziergängern. Fast alle bieten einen großartigen Ausblick auf die Landschaft des Ruhrgebietes ringsum:

  • Halde Haniel in Bottrop trägt eine Installation des spanischen Bildhauers Agustin Ibarrola, außerdem gibt es einen Kreuzweg und ein Amphitheater.
  • Halde Beckstraße der Zeche Prosper in Bottrop, ca. 60 Meter, mit dem Tetraeder, einem begehbaren Stahlgerüst von 50 Meter Höhe.
  • Hoppenbruch in Herten, Höhe ca. 70 Meter, schon seit einigen Jahren aufgeforstet ermöglicht Hoppenbruch Spaziergänge sowohl auf breiten Wegen als auch auf schmalen Pfaden zwischen dichter Vegetation.
  • Hoheward in Herten/Recklinghausen, Höhe ca. 70 Meter, in direkter Nachbarschaft zu Hoppenbruch. Zusammen bilden beide Halden eine der größten Haldenlandschaften Europas. Auf dem Haldenplateau steht eine riesige Sonnenuhr mit einem 9 Meter hohen Obelisk als Zeiger sowie das Horizontobservatorium.
  • Großes Holz in Kamen mit vielfältiger Gestaltung der Bepflanzung sowie verschiedenen Leuchtkörpern.


Museen

  • Kulturliebhaber zieht es in der außergewöhnlich dichten Museumslandschaft der Metropole Ruhr in die 20 RuhrKunstMuseen, in denen imposante Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst präsentiert werden.
  • Deutsches Bergbau-Museum
  • Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
  • Ruhr Museum
  • Freilichtmuseum in Hagen, Handwerk und Technik des 18. Jahrhunderts mit Vorführungen
  • red dot design museum
  • Archäologischer Park in Xanten, Ausgrabung einer 2000 Jahre alten römischen Stadt
  • Deutsche ArbeitsSchutz Ausstellung in Dortmund, lassen Sie sich durch den uninteressant klingenden Namen nicht täuschen, die Ausstellung Mensch - Arbeit - Technik beschäftigt sich mit der Frage, wie unsere Zukunft angesichts des Wandels in der Arbeitswelt aussehen sollte - mit vielen Möglichkeiten zum Ausprobieren und zum Mitmachen
  • Muttental bei Witten, die Wiege des Ruhrbergbaus - entlang eines Wanderweges durch die landschaftlich schöne Umgebung finden sich zahlreiche Relikte des frühen Bergbaus wie Stollenmundlöcher, Pingen, Schächte und alte Zechen, freier Eintritt
  • Top Secret Ausstellung über die Welt der Spionage in Oberhausen.


Freizeitparks/Zoos

  • In Bottrop gibt es den Movie Park Germany, einen Freizeitpark mit zahlreichen Fahrgeschäften und Shows besonders für Kinder, Jugendliche und Actionfans. Da der Park einst von Warner betrieben wurde, gibt es bis heute einige Bezüge zum Thema Film. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Filmmuseum.
  • Sea Life Oberhausen - Deutschlands größtes Süß- und Meerwasseraquarium
  • ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen − umgestalteter ehemaliger Ruhr-Zoo. Besucher- und kinderfreundlich gestalteter Erlebnis-Zoo. Die vier Themenbereiche sind: Alaska (zwischen Eisbergen und Küstenregenwald, Afrika (Zauber von Weite und Wildnis), Asien (die "Grüne Hölle" Asiens) und dem Streichelzoo Grimberger Hof.
  • Zoo Dortmund - gepflegter Zoo am Rombergpark, Regenwaldhaus "Rumah hutan", Amazonashaus, Zuchterfolge südamerikanischer Tierarten
  • Zoo Duisburg - bekannt für seine Beluga-Wale und interessant für Freunde von Delfinvorführungen
  •  Grugapark in Essen - bedeutendster Botanischer Garten im Ruhrgebiet, besonders schön zur Rhododendronblüte; zugleich Tierpark und Naherholungsgebiet; lässt sich gut mit einer Radtour von Essen-Steele nach Mülheim verbinden

 

 

„Bergkamen Grosses Holz“ von Reinhard Hunscher - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA-2.0-de über Wikimedia Commons.
Dieser Text basiert auf dem Artikel Barnimer Land   aus der Enzyklopädie   wikivoyage  Liste der Autoren   und steht unter der Lizenz  Creative Commons . (bearbeitet durch: kb/cp 80)

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