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Wandern in der Wildeshauser Geest

Der Naturpark Wildeshauser Geest - vielseitige und einzigartige Altmoränenlandschaft

Hunte b Doetlingen.jpg Wildeshauser Geest ist der Name eines Naturparks im westlichen Niedersachsen, der im Wesentlichen im Landkreis Oldenburg, teilweise aber auch in den Kreisen Cloppenburg, Vechta und Diepholz liegt.

Begriff Geest

Der Begriff „Geest“ ist eine Substantivierung des niederdeutschen Adjektivs güst, das trocken und unfruchtbar bedeutet. Es ist eine Altmoränenlandschaft, geprägt von den sandigen Ablagerungen der Eiszeit. In den Niederungen dazwischen gibt es Feuchtwiesen, bei schlechtem Abfluss Moore.


Lage der Wildeshauser Geest

Das Gebiet der Wildeshauser Geest liegt im Norddeutschen Tiefland. Es erstreckt sich überwiegend über die Ems-Hunte-Geest, eine Naturräumliche Einheit dritter Ordnung, vor allem über die Untereinheit Delmenhorster Geest, daneben aber auch über den östlichen Teil der Cloppenburger Geest und über den nordwestlichen Teil der Syker Geest. In den Nordwesten der Wildeshauser Geest wird der östlichste Abschnitt der Hunte-Leda-Moorniederung einbezogen, die zur Ostfriesisch-Oldenburgischen Geest gerechnet wird.

Nördlich grenzen an den Naturpark Wildeshauser Geest die Marschen von Hunte und Weser (von denen ein Abschnitt ganz im Süden noch zum Naturpark Wildeshauser Geest gehört), südlich ein bis nahe ans Wiehengebirge reichender Moorgürtel mit Großem Moor, Wietingsmoor und Sulinger Moor , die der Dümmer-Geestniederung zugerechnet werden. Im Nordwesten geht die Landschaft des Naturparks Wildeshauser Geest ebenfalls in großflächige Moorgebiete, und zwar der Ostfriesisch-Oldenburgischen Geest über. Die Geesthochflächen im Naturpark liegen überwiegend 50 bis 60 m ü. NN, im nicht mit zum Naturpark gehörenden Südosten in der Nähe von Nienburg sogar bis zu 80 m. Der eindrucksvolle östliche Geestrand erhebt sich zwischen Hoya und Syke etwa 40 m über der Weserniederung, westlich von Syke sind es noch 20 bis 30 m. Am Südrand gibt es hier und da einen Höhenunterschied von 20 m, oft gar keinen.

Die größeren Gewässer des Naturparks fließen von Süden nach Norden. Neben der aus dem Wiehengebirge kommenden Hunte sind das vor allem die in der Delmenhorster Geest entspringenden Delme, Klosterbach und Hache. Die Täler dieser Flüsschen geben der Landschaft eine charakteristische Gliederung und Welligkeit. Am Nordrand der Geest zwischen Ganderkesee und Barrien knicken sie nach Osten ab. Kleinere Bäche der Syker Geest sammeln sich in nordwärts fließenden Niederungsgewässern wie dem Süstedter Bach.

Im Zentrum des Parks liegen Wildeshausen, die Hauptstadt des Landkreises Oldenburg, und Harpstedt.

Flächennutzung

Die heutige Flächennutzung ist ein Mosaik aus Wäldern, Ackerland und Grünland, das z.T. von Wallhecken gegliedert ist. Der Wald ist teils Mischwald, teils Nadelwald. Der Waldanteil ist am höchsten in dem Dreieck Wardenburg–Twistringen–Syke, das auch Wildeshausen und Harpstedt einschließt.

Geschichte des Naturparks

Der Naturpark Wildeshauser Geest wurde 1984 ausgewiesen und 1993 erweitert, sodass er jetzt nahezu vollständig die Delmenhorster Geest umfasst. Seine Fläche beträgt ca. 1.532 km² mit einer Ost-West-Ausdehnung von rund 50 km. Er gehört zu den größten in Deutschland. 4 % der Fläche des Naturparks sind Naturschutzgebiete und 50 % Landschaftsschutzgebiete. Auf 20 % der Fläche finden sich Wälder.

Tourismus

Träger des Naturparks und Dachverband für den Tourismus ist der Zweckverband Wildeshauser Geest mit Sitz in Wildeshausen, dem außer den Landkreisen Diepholz, Oldenburg und Vechta auch Städte und Gemeinden angehören. Der Verband ist eine öffentlich-rechtliche Institution. In der touristischen Verbandsarbeit ist der Zweckverband für die Außendarstellung und Vermarktung zuständig. Er betreibt die Internetseite des Naturparks, gibt Broschüren heraus, schaltet Anzeigen und präsentiert sich auf Messen. Als Träger des Naturparks versucht der Zweckverband weiterhin Tourismus- und Naturschutzbelange in Einklang zu bringen und wird bei größeren Eingriffen in die Landschaft befragt, um einen Interessenausgleich zwischen den Naturschutzvertretern und den touristischen Akteuren herzustellen. Die ganze Wildeshauser Geest ist ein beliebtes Radwandergebiet , die mittlere Hunte ein Paddelrevier. Alle Städte der Gegend außer Sulingen haben einen Bahnhof mit Personenverkehr.

Im Mai 2009 wurde die Straße der Megalithkultur eröffnet. Sie verbindet viele Megalithanlagen der Wildeshauser Geest miteinander und mit den Anlagen im Emsland und im Landkreis Osnabrück. Seit 2008 führt ein neuer Abschnitt der Niedersächsischen Mühlenstraße durch die Wildeshauser Geest, der in Harpstedt beginnt und den Naturpark hinter Goldenstedt verlässt.

Bild : „ Hunte b Doetlingen “ von Ulamm - Selbst fotografiert. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons .
Dieser Text basiert auf dem Artikel Naturpark Wildeshauser Geest aus der Enzyklopädie wikipedia / Liste der Autoren und steht unter der Lizenz Creative Commons .(bearbeitet durch: ir/cp 100)

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