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E7 - von den Kanarischen Inseln bis zur Ukraine

  • Länder: Portugal, Spanien. Andorra, Frankreich, Italien, Slowenien, Ungarn, Rumänien, Moldawien, Ukraine
  • Länge: ca. 5.000 km

 

Der Europäische Fernwanderweg E7 ist einer von zwei Fernwanderwegen der Europäischen Wandervereinigung, die nicht durch Deutschland führen.

In Planung ist eine Streckenführung von Portugal bis nach Rumänien und weiter bis in die Ukraine. Angelegt und markiert sind bis heute ungefähr 4300 km der Strecke. Im Osten Europas fehlen noch sehr oft die nötigen Wege und Infrastruktur. Noch hat in vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks der wirtschaftliche Aufbau, und die soziale Absicherung Vorrang, vor dem Einrichten der Fernwanderwege.

Route des E7. Quelle: Werner Hohn via MediaWiki

 

Kurzinfo

Atlantik - Kastilien - Pyrenäen - Provence - Ligurien - Sloewenien - Südungarn

Atlantikküste (P) - Fatima (P) - Extremadua (E) - Escorial (E) - Katalonien (E) - Andorra - Haute Languedoc (F) - Grasse (F) - Ligurische Riviera (I) - Po (I) - Triglav (SLO) - Südungarn - Theiß (H)

 


Portugal

Die Planung des Streckenverlaufs in Portugal ist weitestgehend abgeschlossen. Der E7 soll auf der Route des Weitwanderweg GR12
(Rota da Indanha), das Land vom Atlantik bis zur spanischen Grenze durchqueren.
Der Start erfolgt in Lissabon. Immer auf der nördlichen Seite des Tejo geht es bis zum bekannten Wallfahrtsort Fatima. Danach sind die schon grenznahen Orte Castelo Blanco und Idanha-a-Nova die nächsten Ziele.

In Idanha-a-Nova beginnt der markiert Teil des E7 in Portugal. Die letzten 80 km bis zur Grenze bei Termas de Mofortinjo, stellen die Verbindung zum GR10 in Spanien her.

 

PR-Markierung bei Santa Cruz; Quelle: Werner Hohn via MediaWiki

 

Spanien

Noch ist die Kennzeichnung des Weitwanderwegs, bis zum Bereich der spanischen Hauptstadt Madrid, lückenhaft.

Nach dem Überqueren der Grenze, übernimmt zunächst der GR10-1 die Weiterführung. Die Landschaft der Extremadura - geprägt von Trockenheit und einer grenzenlosen Weite - ist ein Teil der südlichen Hochfläche Spaniens. In Trevejo werden die Berge der Sierra de Gata (bis 1100 m) erreicht. Entlang der Südhänge dieser Bergkette kommen hinter Caminomorisco die Stauseen des Rio Alagón in Sicht. Durch die Korkeichenwälder und Olivenplantagen der Großgrundbesitzer wird über den Puerto de Tornavacas (1275 m) die Extremadua verlassen.

Der erste größere Ort in der Provinz Kastilien-León ist El Barco de Ávila. Hier kommt der GR10-1 auf die Hauptroute des GR10. Die Streckenführung bleibt an den Nordhängen der Sierra de Gredo (um 2100 m) und im Tal des Rio Alberche, bis Cebreros in Sicht kommt. Weiter geht der Weg bis zum Klosterkomplex von El Escorial, etwa 60 km nordwestlich von Madrid. In dieser Anlage - gedacht als Kirche, Kloster, Grabstätte und Palast der Könige - warten etwa 15 km Wege, Treppen und Gänge auf den Besucher.

Der E7 umgeht die höchstgelegene (665 m) Hauptstadt Europas in einem weiten Bogen nach Norden und nach Osten. Zum Teil über den Gebirgszug der Sierra de Guadarram, mit vielen Seen und schattigen Pinienwäldern, wird die Region Madrid verlassen.

Der Europäische Fernwanderweg wendet sich nun direkt nach Osten. In der dünn besiedelten Landschaft von Kastilien-La Mancha berührt der GR10 die Orte Tamajón, Cogolludo und Jadraque. Eine Etappe hinter Cifuentes wird erstmals seit Portugal wieder das Ufer des Rió Tajo erreicht. In den Sierra Pinosa geht es auf den Cerrazo (1225 m). Weiter über Orea nach Orihuela del Tremedal in den Südzipfel der Provinz Aragon.
Kleine, von der Zeit scheinbar vergessene Dörfer, liegen am Weg durch die Berge dieser Landschaft. Vor Villel geht es über den Höhenzug der Sierra de Penarredonda. Anschließend nach Camarena de la Sierra in den gleichnamigen Bergen. Nach dem Verlassen des Bergdorfs Abejuela, kommt der GR10 und damit der E7 in die Provinz Valencia.

Der E4, auf seinem Weg von Gibraltar nach Griechenland, schließt sich in Andilla dem E7 an. In diesem Städtchen erfolgt der Wechsel vom spanischen Weitwanderweg GR10, auf den GR7. Richtung Nordosten, zum Stausee von Arenoso, und weiter über Villahermosa del Rio nach Saint Joan de Penyagolosa am Ende des selten Wasser führenden Rambla Pla, geht der Weg. Über Morella bis zum Gipfel des Fredes
(1235 m), bleiben die beiden Fernwanderwege noch auf der selben Strecke. Nach Katalonien nehmen der E4 und der E7 wieder getrennte Wege.

Der E7 wird in Katalonien, bis zur Grenze nach Andorra, über die Route des GR7 geführt. Dieser älteste (1974) katalonische Weitwanderweg ist 367 km lang, durchgehend markiert und wird in Teilstrecken oft begangen. Der Ebro, mit seinen Wiesen und Reisfeldern, wird nach einer langen Tagesetappe an der Brücke von Benifallet überquert. Die weitere Wegführung des E7 bleibt über Tivissa, Colldeju bis zur Berghütte von La Mussara immer im Hinterland der nahen Mittelmeerküste. Beim Castell de Queralt nahe bei der Ortschaft Bellpart, biegt der E7 endgültig nach Norden ab. Langsam erfolgt der Einstieg in die Pyrenäen. Nach dem Verlassen von Solsona, endgültig aber bei Sant Lloenc de Morunys, nimmt der Zahl der Anstiege rapide zu. In Tuixen haben die Berge schon eine Höhe von beinahe 2500 m.

Mit La Fraga de Moles ist der letzte Ort in Spaniennach über 1260 km, erreicht.

 


Andorra

In den Bergen des Pyrenäenstaates ändert sich die Bezeichnug des Weitwanderweges. Mit dem GR7 geht es seit Juberri jetzt über die Bergwege Andorras. Der Europäische Fernwanderweg steigt hier bis auf 2864 m an. Nach mehr als 40 km, überwiegend im südlichen Teil des Landes, steht der Grenzübertritt nach Frankreich an.

 


Frankreich

In Frankreich ändert sich die Bezeichnung des Weitwanderwegs zunächst nicht. Der GR7 ist der alte und neue Begleiter des E7. Die zunächst überwiegend steilen und anstrengenden Bergpfade der Pyrenäen, gehen nach wenigen Tagen in Richtung Norden, in die breiten und einsamen Waldwege des Roussillion über. Spätestens ab der Kleinstadt Chalabre liegt die Bergwelt des Grenzgebirges zurück. Beim Passieren der Autoroute des deux Mers (A61 Bordeaux - Toulose - Narbonne) und des in wenigen Kilometern Abstand verlaufenden Canal du Midi, kommt der E7 in die Ausläufer des Haute Languedoc.
Die schattigen Wälder dieser Region sind eine willkommene Abwechslung zum weiten, vielfach mit endlosen Weinfeldern durchzogenen Roussillon. In den Montagne Noire führen die Wege wieder bis auf Höhen über 800 m. Der Europäische Fernwanderweg E4 kommt in diesen von dichten Wäldern überzogenen Bergen, erneut hinzu. Zusammen geht es weiter durch die Monts de L'Espinouse, unterbrochen durch die Hochfläche bei St. Maurice-Navacelles, in den Naturpark der Cevennen. Beim Observatorium auf dem Mont Aigoual (1567 m) trennen sich der E4 und der E7 - nicht zum letzten Mal. Während der E4 mit dem GR7 weiter nach Mitteleuropa führt, wendet sich der E7 wieder dem Mittelmeer zu.
Der französische Weitwanderweg GR6 führt über Anduze aus der verlassen wirkenden Bergwelt der Cevennen. Die Stadt Ales wird südlich umgangen. Eine alte römische Wasserleitung ist das nächste Ziel. Der Pont-du-Gard, das meistbesuchte Bauwerk des Languedoc (ca. 2 Millionen Besucher im Jahr), befindent sich schon nahe bei Avignon.
Der E7 umgeht auch diese Stadt durch die Ebene am Eingang des Rhônedeltas. Die Ruinen von les Baux-de-Provence, sind eine weitere Station auf dem Weg zur Hügelkette des Lubéron.
Die Provence ist erreicht. Vorbei am Schloss, mit ständig wechselnden Kunstausstellungen, geht der Wanderweg durch Gordes hinüber an den Ostrand der Hügelkette. Im Verdon erfolgt der Wechsel zum GR4. Die malerischen Dörfer des Verdon, eingebettet in die weiten Wiesen und Felder dieser großartigen Landschaft, sind für eine Weile die Umgebung des E7. Über das Plateau de Valensole führt die Strecke nach Ste-Croix de Verdon. Am Ufer des Lac de Ste-Croix entlang - der größte Stausee dieser Gegend - geht der Europäische Fernwanderweg in den Grand Canyon du Verdon.
Noch immer in Richtung Italien verläuft die Streckenführung des Fernwanderweges durch die Alpes de Provence. In den Montagne du Cheiron ändert der GR4/E7 die Richtung nach Süden. Die Lavendelfelder um Grasse befinden sich schon fast an der Küste. Letztmalig in Frankreich erfolgt ein Wechsel des Weitwanderwegs. Endgültig nach Italien führt nun der GR51, kommt jedoch nicht bis zur Küste des nahen Mittelmeers. Durch zum Teil mondäne Dörfer und Städtchen im Hinterland der Cote d'Azur, geht es weiter. Nördlich von Nizza kreuzt der E2 (Schottland - Mittelmmer), und damit auch der franzöische Weitwanderweg GR5 Genfer See - Nizza, die Route des E7.

Nach etwa 1200 km, immer im Süden des Landes, verlässt der E7 Frankreich in der Nähe von Menton.

 

View from GR 10, near Souriche, looking towards the Tourmalet, valley of Barèges, France. JLPC  /  Wikimedia Commons CC-BY-SA-3.0; via Wikimedia Commons

 

 

Italien

In Italien ist der genaue Verlauf des E7 noch nicht endgültigt festgelegt. Nur die ersten 300 km von der französischen Grenze bis nach Piacenza in Ligurien, sind angelegt und markiert.

Ausgehend von der Grenzstadt Ventimiglia - an der "Via Aruelia" gelegen - steigt der E7 mit dem Ligurischen Höhenweg in die gleichnamigen Alpen an. Zunächst geht es direkt nach Norden. Immer im Bereich der französisch-italienischen Grenze, wird am Monte Saccarello (2200 m) der höchste Punkte des Ligurschen Höhenwegs erreicht. An diesem Berg ändert sich die Wegführung nach Nordosten. Die nicht oft begangenen alten Bergpfade und Maultierwege dieser Region, folgen im weiten Abstand der Küste der Blumenriviera. Die rot-weißen Balken, alternativ das rote AV, als Markierung führt den Weitwanderweg immer wieder in steilen, anstrengenden Auf- und Abstiegen in die Täler und auf die Berge der Ligurischen Alpen. Weit im Hinterland von Alassio und Albenga geht es über Höhenwege zum Colla di Caprauna (1379 m), Colle s. Bernardo (957 m), Colle di Scravaison (814 m) nach Giogo di Toirano. Der Europäische Fernwanderweg durchquert jetzt den Ligurische Apennin. Auch wenn die Höhen der Berggipfel langsam abnehmen, die Wege bleiben weiterhin sehr steil. In Altare biegt der E7 in den Parco del Beigua ab. In den Hügeln nördlich von Genua kommt für eine kurze Strecke der E1 aus dem Norden hinzu. Nach kurzem Weg trennen sich die beiden Europäischen Fernwanderwege wieder. Der E7 überquert den Passo della Scoffera nach Norden, der E1 wendet sich der Toskana zu.

Im Bereich um den Gardasee überquert der Fernwanderweg am Punro Telegrafo das Massiv des Monte Baldo und steigt hinunter zur Adige und der Brennerautobahn.

Der weitere Verlauf bis nach Slowenien steht noch nicht fest.

 


Slowenien

In Slowenien ist der E7 wieder durchgehend vorhanden. Von der italienischen Grenze bei Kobarid, bleibt der Fernwanderweg fürs Erste in den südlichen Ausläufern der Julischen Alpen. Vom slovenischen Nationalpark Triglav ist es nicht mehr weit bis in die Stadt Skofja Loka. Hier gehen die Alpen in die Mittelgebirge über. Die Hauptstadt Sloweniens, Ljubljana, wird vom E7 bei Vrhnika westlich umgangen. Kurz darauf findet beim Gipfel des Mackovec (911 m) das Zusammentreffen von E6 und E7 statt. Nach wenigen Kilometern trennen sich die beiden Fernwanderwege wieder.
Von Krka folgt die Route oft dem Bachlauf, hin zum alten Kurort Dolenjske Toplice. Die kroatische Grenze im Gorjanci-Gebirge (bis 1180 m) ist das neue Ziel. Auf den Höhenwegen dieser Bergkette ändert sich der Wegverlauf nach Nordosten. Durch Krsko weiter - immer in nordöstliche Richtung, nahe dem Grenzverlauf zu Kroatien - bis zur Drau. Dieser Fluss wird bei Ormso und der Burg Borl überquert. Die flachen Wirtschaftswege des fruchtbaren Drautals lösen das Auf und Ab der Mittelgebirgswege nun endgültig ab. Bis zum Ende der E7 in Ungarn führen die Wege nun nicht mehr über nenneswerte Steigungen. Ganz im Nordosten Sloveniens verlässt der E7 bei Hodos das Land.

Von der Grenze zu Italien bis zum Grenzübergang nach Ungarn, ist der slovensiche Abschnitt des E7 etwa 560 km lang.

 


Ungarn

In Ungarn wird der Europäische Fernwanderweg E7 von den regionalen Weitwanderwegen dieses Landes weitergeführt. Die Kennzeichnung dieser Weitwanderwege ist im ganzen Land - auf einigen Streckenabschnitten allerdings lückenhaft - vorhanden.

Nach dem Grenzübertritt wendet sich die Wegführung wieder nach Südosten. In Nagykanizsa, südwestlich des Plattensees gelegen, ändert sich die Richtung endgültig nach Osten. Zu den Städten Kaposvar und Pecs führen die Wanderwege durch das wellige Bauernland Südungarns. Die Donau überquert der Europäische Fernwanderweg über die Brücken der Kleinstadt Baja. Das Pannonische Becken mit den endlosen Weiden, kleinen, alten Bauerdörfern und sehr oft schnurgeraden Feldwegen, ist für die letzten Etappen das Ziel des E7. Das Dreiländereck von Ungarn, Jugoslawien und Rumänien im Bereich der Stadt Szeged, ist fast der Endpunkt des E7.

Nach zwei Etappen ist nach circa 800 km im Grenzort Nagylak das Ende des Fernwanderwegs in Ungarn, somit auch das vorläufige Ende des E7 erreicht.

 


Rumänien

Noch ist der Europäische Fernwanderweg E7 in Rumänien nicht realisiert worden. Die guten Wanderkarten für dieses Land ermöglichen aber einen Weiterweg nach Osten.

 


Moldawien

In Moldawien ist auf eine absehbare Zukunft die Einrichtung eines nationalen Weitwanderweges, insbesondere als Europäischer Fernwanderweg, nicht zu erwarten.

 


Ukraine

Auch für die Ukraine gibt es noch keine genaue Wegführung. Auf der Krim sind vereinzelt markierte Wanderwege vorhanden, über dessen Trasse der E7 führen soll.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel E7 aus der freien Enzyklopädie Outdoor Wiki von Wikipedia. In wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.(bearbeitet durch: ir/cp 98)

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