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Wandern im Karwendel

Die Bezeichnung Karwendel wurde ursprünglich nur für das Karwendeltal verwendet und dehnte sich später auf das ganze Gebirge aus. Die Erklärung für die Herkunft des Namens ist die eines Germanen Namens Kérwentil (in der Bedeutung: Speerwender), der in der Au im oberen Isartal bei Scharnitz einen Hof besaß. Nach dem Hof erfolgte die Bezeichnung des Tals als Kerwéndelau.

Geographisch wird das Karwendel an seiner Südseite vom Inntal zu den Kitzbüheler Alpen und Tuxer Alpen, an der Ostseite vom Achensee zum Rofan, an der Nordseite von der Isar zu den bayerischen Voralpen und an der Westseite ebenfalls von der Isar zum Wetterstein begrenzt.

Das Gebirge besteht im Wesentlichen aus vier gewaltigen Bergkämmen in Ost-West Richtung mit dazwischen tief eingeschnittenen Tälern und noch einigen kleineren Gebirgsgruppen. Geologisch gehört die Bergregion zu den nördlichen Kalkalpen, es besteht überwiegend aus Kalkgestein.

Das Karwendel umfasst ca. 800 km² Fläche. Rund 80% davon liegen auf  Tiroler  Grund, wobei davon wiederum der größte Anteil auf die Gemeinde Vomp, Bezirk  Schwaz  entfällt, der übrige Teil des Karwendel gehört zu  Oberbayern .

 

Karwendel, Bildnachweis: OB 

Wandern im Karwendelgebirge

 

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Wanderregion Karwendel

Regionen

Das Karwendel umfasst ca. 800 km² Fläche. Rund 80% davon liegen auf Tiroler Grund, wobei davon wiederum der größte Anteil auf die Gemeinde Vomp, Bezirk Schwaz entfällt, der übrige Teil des Karwendel gehört zu Oberbayern.

Nach der Topografie ist das Karwendel durch seine tief eingeschnitten Täler in mehrere Untergruppen aufgeteilt.

  • Die Karwendel-Hauptkette (auch Hinterautal-Vomper-Kette) als der zentrale Gebirgsteil;
  • Die Nördliche Karwendelkette ist die Teilregion nordwestlich vom Hauptkamm;
  • Die Falkengruppe schließt sich unmittelbar östlich an die Nördliche Karwendelkette an.
  • Die Sonnjochgruppe ist ein einzelner Bergkamm am Achensee;
  • Die Gamsjochgruppe ist eine kleinere Untergruppe nördlich der Hauptkette und zwischen der Falken- und Sonnjochgruppe.
  • Die Gleirsch-Halltal-Kette ist die Teilregion südwestlich vom Hauptkamm;
  • Die Inntalkette ist der südlichste Gebirgsteil bei Innsbruck;
  • Die Soierngruppe ist die kleinste Untergruppe im Nordweste des Karwendel;
  • Das Vorkarwendel mit dem Naturschutzgebiet Karwendel sind die Berge unmittelbar nordöstlich des Rißtals und ganz im Nordosten des Gebirges.

 

Berge und Gipfel

Die Berge und Gipfel im Karwendel reichen in den technischen Anforderungen der Anstiege vom reinen Wanderberg bis hin zu reinen Kletterbergen, dazwischen gibt es auch eine größere Anzahl an Bergen mit stellenweise erforderlichen kurzen Kletterstücken und auch verschiedene Berggipfel mit Zustiegen als Klettersteig. Die konditionellen Anforderungen der Anstiege können, je nach der persönlichen Einteilung der Etappen, auch für Trainierte anstrengend sein.

Karwendel Soierngruppe-S 2008-07
Wegen der schlechten Erreichbarkeit mangels Fahrstraßen ist für einige der Touren im Gebirgsinneren ein ganzer Tag nur für den Zustieg zu den Hütten einzuplanen, die Gipfelbesteigungen sind dann mindestens Zweitagestouren.

Im folgenden eine Auswahl an interssanten Bergen und Gipfeln, sortiert nach den Bergketten: die Gebirgszüge im Karwendel werden traditionell nach den Tälern benannt, die sie im Süden begrenzen:





    Karwendel Soierngruppe by Bbb-Commons,
via Wikimedia Commons 

 

 

Karwendel-Hauptkette

von der Pleisenspitze bis zur Birkkarspitze mit Schlauchkar

Der Hauptkamm des Karwendels wird häufig auch als Hinterautal-Vomper-Kette bezeichnet, wobei der westliche Teil die Hinterautal-Kette am Hinterautal und der östliche Teil die Vomperkette am Vomper Tal ist.

Karwendel Hinterautalkette 2008-07 Pleisenspitze (2.569 m).(47° 24' 34" N 11° 20' 31" O)
westlichster Gipfel in der mächtigen Karwendel-Hauptkette über dem Zusammenschluss des Karwendeltals mit dem Hinterautal. Zustieg von Scharnitz (Parkplatz Karwendeltäler) über die Pleisenhütte in ca. 4-5 h, einfache Tour, als Tagestour aber anstrengend (ca.1600 mH). Im Winter beliebtes Ziel für Skitouren- und Schneeschuhgänger, bis zur Pleisenhütte (auch im Winter am Wochenende bewirtschaftet) auch für Fußgänger.                                     Karwendel Hinterautalkette by Bbb-Commons, via Wikimedia Commons

      

Ödkarspitzen (Mittlere: 2.745 m). (47° 24' 41" N 11° 26' 16" O)
zweithöchster Karwendelberg und unmittelbar westlich benachbart zur Birkkarspitze.

Aufstieg über den "Brendelsteig": vom Stützpunkt Karwendelhaus nach Südosten ins Schlauchkar, dann aber nach Westen unter die Nordwand der Ödkarspitzen abzweigen, über Schrofen in Kehren auf den Nordwestgrat der Ödkarspitzen, über das Maxenkar zur westlichen und auf dem Gipfelgrat zur mittleren Ödkarspitze und östlichen Ödkarspitze, Abstieg zum Schlauchkarsattel, weiter siehe Birkkarspitze folgend.

Gratbereiche sind drahtseilversichert, stellenweise ausgesetzt, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist unbedingt erforderlich.

Birkkarspitze (2.749 m). (47° 24' 41" N 11° 26' 16" O)
höchster Gipfel des Gebirges über dem Karwendeltal. Die Erstbesteigung erfolgte am 6. Juli 1870 durch Hermann von Barth.

Aufstieg vom Stützpunkt Karwendelhaus nach Südosten über das "Schlauchkar" durch den Schlauchkarsattel (2635 m, der Name ist Programm: 2 bis 3 h mühsamer Karschutt, besser im Abstieg), vorbei an der Notunterkunft Birkkarhüttl und dann nach Osten über mit Drahtseil versicherten Steig in knapp einer halben Stunde zum Gipfel. Im Frühjahr im oberen Teil des Schlauchkars bei Neuschnee Lawinengefahr und Rutschgefahr auf evtl. gefrorenen Schneeresten, schwierige Orientierung bei Nebel.

Der Aufstieg über den Brendelsteig ist technisch anspruchsvoller und auch länger, er erfolgt ebenfalls vom Karwendelhaus und mit Überschreitung der Ödkarspitzen (vor) und Abstieg zum Schlauchkarsattel. Von dort weiter auf den Gipfel der Birkkarspitzen wie vorher beschrieben.

Lamsenspitze (2.508 m). (47° 23' 0" N 11° 35' 28" O)
beherrschender Berggipfel im östlichen Karwendel mit einer markanten Ostwand zum Falzthurntal und herrlichen Ausblick zum großen Ahornboden und zum Achensee. Gipfelzustieg siehe im Abschnitt Klettersteige, Stützpunkt ist die Lamsenjochhütte.

Hochnissl (2.546 m). (47° 22' 5" N 11° 37' 5" O)
Aussichtsgipfel in Lage 2000 m über dem Inntal. Gipfelzustieg über den Klettersteig siehe im Abschnitt Klettersteige, Stützpunkt ist die Lamsenjochhütte.

 

Nördliche Karwendelkette

Mittenwald und Westliche Karwendelspitze

Westliche Karwendelspitze (2.385 m). (47° 25' 48" N 11° 17' 56" O)
Der Gipfel markiert die Grenze zwischen Bayern und Tirol und ist der westliche Eckpfeiler der Nördlichen Karwendelkette. Eingerahmt wird der Berg vom Karwendeltal und Isartal und ist mit weiter Sicht rundum ein Panoramaaussichtsberg und einer der Hausberge von Mittenwald.

Die Gipfelregion ist recht einfach mit der Mittenwalder Karwendelbahn erreichbar, von der Bergstation sind es noch rund 20 Minuten auf einem Steig mit kurzen stahlseilversicherten Passagen durch die Felsen bis zum Gipfel.

An der Bergstation der Bahn befindet sich auch das 2008 neu eröffnete Naturinformationszentrum Bergwelt Karwendel in Form eines überdimensionalen Fernrohrs. Von der Bergstation aus nach Süden startet der Mittenwalder Klettersteig, ein Höhenweg als Klettersteig in Richtung Süden bis zum Brunnsteinanger, der Einsattelung vor der Brunnensteinspitze. Die Dammkarabfahrt ist mit sieben Kilometern Länge und einer Höhendifferenz von 1300 Metern Deutschlands längste unpräparierte Skiabfahrt und, bei entsprechenden Bedingungen, ein Tiefschneeklassiker. Die anpruchsvolle Abfahrt führt zunächst nördlich der Seilbahn durch einen 400 Meter langen Felsstollen zum Start in das Dammkar und dann nach unten bis nach Mittenwald. Die Strecke wird regelmäßig von einer Lawinenkommission der Karwendelbahn auf ihre Sicherheit überprüft und nur freigegeben, wenn ausreichende Sicherheit gegen Lawinen besteht. Bis 1999 wurde die Piste noch präpariert, wegen der nordseitigen Ausrichtung gibt es seitdem eine hohe Wahrscheinlichkeit für Pulverschnee.

Einfachster Zustieg aus dem Tal zur Westlichen Karwendelspitze: vom Parkplatz in Nähe der Karwendelbahn (920 m) in Mittenwald auf einem Bergsteig in ca. 1½ bis 2 Stunden bis zur Mittenwalder Hütte und noch 2 Stunden bis zur Bergstation.

 

Wörner (2.476 m). (47° 26' 59" N 11° 20' 17" O)
markanter Grenzgipfel (D/A) und hervorragender Aussichtsberg in der Karwendel-Nordkette über Mittenwald.

Zustieg von Mittenwald (930 m, Parkplatz nach der Bahnunterführung der Zufahrststraße Karwendelkaserne) über die Hochlandhütte (1.623 m) und den Wörnersattel (1.989 m). Wegen mehrerer kurzer Kletterstellen im II. Grad im Gipfelaufbau (seit 2002 deutlicher markiert) handelt es sich beim Wörner ab dem Wörnersattel nicht mehr um einen Wanderberg. Wegen starker Bodenerosion sollte man unterhalb des Wörnersattels unbedingt auf dem Weg bleiben.

Östliche Karwendelspitze (2.537 m). (47° 26' 39" N 11° 25' 17" O)
höchster Gipfel der Nördlichen Karwendelkette und ein hervorragender Aussichtberg in die Voralpenregion.

Nach Norden ist die Östliche Karwendelspitze eine abweisend steile Wand, der Zustieg erfolgt auf der deutlich zahmeren Südseite und vom Karwendelhaus.

 

Falkengruppe

Die Falkengruppe ist eine kleinere Untergruppe des Karwendels und schließt sich ostseitig an die Nördliche Karwendelkette an. Die Berge sind felsig steil, schroff und wild, die bekanntesten Gipfel sind Risser und Laliderer Falk. Nur auf den Steinfalk, mit 2.347 Metern Höhe der dritthöchste Gipfel der Falkengruppe, führt ein markierter Steig, die Falkengruppe gilt als die am geringsten erschlossene Gegend im ganzen Karwendel, dementsprechend einsam ist es hier. Wichtigster Stützpunkt ist die Falkenhütte.

Steinfalk (2.348 m). (47° 25' 38" N 11° 30' 44" O)
Einfachster Zustieg aus der Eng (ca. 1.200 m) zur Falkenhütte (1848 m) (knapp zwei Stunden für 650 Hm) und nochmals knapp zwei Stunden zum Gipfel (500 Hm).

 

Sonnjochgruppe

Der rund sieben Kilometer langgezogene Kamm des Sonnjochs liegt im Osten des Karwendels am Achensee. Der namensgebende Hauptgipfel des Sonnjochs ist der höchste Berg in der Region nördlich am Achensee und damit ein Paradeaussichtsberg über das ganze Umfeld bei einem nicht allzuschwerem Zustieg an seiner Südseite und daher auch vielbesucht.

Sonnjoch (2.457 m). (47° 24' 44" N 11° 36' 18" O)
Der südseitige Anstieg aus Osten beginnt beim Parkplatz an der Gramaialm (1.267 m, Haltestelle Bergsteigerbus 9550 des RVO aus Pertisau) und führt im Falzthurntal zum Gramai-Hochleger (1.756 m) und weiter zum Gramaisattel. In Variante auch Zustieg zum Gramaisattel von Westen aus der Eng (1.250 m) und über den Binsalm Niederleger (1.500 m). Am Sattel beginnt der Aufstieg über den Südwestgrat als eine Geröll- und Schrofenflanke zum Gipfel. Gesamte Aufstiegszeit: ca. 3.0 Stunden für 1.200 mH.

Der nordseitige Zustieg über Bärenlahnersattel (1.995 m) und Nordgrat ist im oberen Teil ein mit losem Geröll durchsetzter Steig und mit mehreren Einser-Kletterstellen eine anspruchsvollere und in der Anstiegszeit insgesamt auch etwas längere Tour.

 

Gamsjochgruppe

Ganz im Süden des Karwendels, auch als Nordkette bezeichnet weil direkt im Norden über Innsbruck aufragend.

 

Südansicht

Die Soierngruppe ist die kleinste Berggruppe im Karwendel und besteht aus sechs Gipfeln über der Zweitausendermarke, die sich hufeisenförmig im Süden und Westen um den nach Norden offenen Soiernkessel gruppieren. Verschiedentlich wird die Soierngruppe noch zum Vorkarwendel gezählt. Die Gipfel sind hervorragende Aussichtswarten in das Voralpenland und zu den Alpen. Im Soiernkessel befinden sich der türkisblaue Soiernsee und die kleinere Soiernlache.

Das Bergidyll aus den beiden Seen, Bergkessel und Gipfeln war auch König Ludwig II. bekannt: Am Soiernsee ließ er sich ein königliche Jagdhaus errichten, heute die Alpenvereinshütte Oberes Soiernhaus. Des Nachts ließ sich Ludwig in einem Boot über den See rudern, das Boot mußte mühsam aus dem Tal antranportiert werden. Auf der Schöttelkarspitze wurde für Ludwig ein Pavillon erbaut, dem er den Namen Belvedere gab. Vom Gipfel wurden deswegen 14 m Felsen abgesprengt, hier pflegte der "Kini" dann seinen Tee einzunehmen, der Pavillon brannte später ab. Die ganze Region und auch den Gipfelzugang zur Schöttelkarspitze wurde damals für König Ludwig II. durch Reitwege erschlossen, heute bequeme weil nicht zu steile Wanderwege für Bergwanderer.

Die Gipfelzustiege in der Soierngruppe sind technisch nicht allzu schwer, aber wegen des langen Zustiegs in den Soiernkessel als Tagestouren auch für re Bergwanderer etwas anstrengend, es empfiehlt sich daher das Soiernhaus als Stützpunkt und zur Übernachtung. Da große Streckenteile nicht durch Wald vor der Sonne geschützt sind, sollte das im Hochsommer in der Terminplanung mit einem zeitigem Aufbruch entsprechend berücksichtigt werden.

Beliebt sind auch die Gratüberschreitungen zwischen den Gipfeln, auch als Teil einer Überschreitung oder Umrundung. Für die Teilabschnitte auf den Graten ist dann Trittsicherheit erforderlich.

Soiernspitze (2.257 m). (47° 28' 55" N 11° 21' 26" O)
höchster Berg der Soierngruppe. Einfachster Zustieg: In rund zwei Stunden aus dem Soiernkessel vom Soiernhaus zum Gipfel.

Schöttlkarspitze (2.049 m). (47° 29' 39" N 11° 19' 47" O)
Einfachster Zustieg: In rund einer Stunde vom Soiernhaus aus auf dem ehemals königlichem Reitweg zum Gipfel. Zustieg von Krün aus in ca. 4 ½ - 5.0 Stunden

 

Vorkarwendel

Die Berge des Vorkarwendel sind etwas sanfter als die in den übrigen Teilen des Karwendelgebirges. Die Gipfel erreichen Höhen bis über 2000 m und sind beliebte Wanderberge, im besonderen im Herbst zur Buntfärbung des Bergwalds.

Montscheinspitze (2.106 m). (47° 27' 58" N 11° 36' 46" O)
Anspruchsvolle Wanderroute ab der Gernalm, weiteres siehe im Artikel zum Gerntal.

Schafreuter (Schafreiter, 2.102 m). (47° 30' 34" N 11° 29' 15" O)
höchster Gipfel im Vorkarwendel, Grenzgipfel zwischen Bayern und Tirol, vielbesuchter Panoramaberg und leichter Wanderberg mit kurzer stahlseilversicherter Stelle unterhalb des Gipfels. Der übliche Normalweg führt aus dem Rißtal und vom Parkplatz Lecktal (903 m, Busverbindung nach Lenggries) über die Tölzer Hütte zum Gipfel.

Eine Zustiegsvariante ist die aus dem Rißtal, Parkplatz an der Oswaldhütte und in knapp drei Stunden über Moosenalm und Kälbersteig (Nordwestgrad);

Beide Anstiegsrouten sind gut ausgeschildert, eine längere Variante führt auch aus Fall über die Moosenalm zum Gipfel. Einkehrmöglichkeit ist die Tölzer Hütte (1825 m) unterhalb des Gipfels.

Fleischbank (2.026 m). (47° 28' 50" N 11° 30' 52" O)
Zustieg vom Parkplatz bei der Fuggerangeralm (960 m) einen knappen Kilometer hinter der Mautstelle, dann wie ausgeschildert zum Gipfel, das letzte Stück ist stahlseilversichert und etwas ausgesetzt.

Seebergspitze (2.085 m). (47° 27' 59" N 11° 40' 45" O) und die Seekarspitze (2.026 m). (47° 28' 50" N 11° 40' 57" O)
markieren den Bergkamm im Nordwesten direkt am Achensee, sie sind über den Wiesenkamm (Grat) miteinander verbunden. Üblicherweise werden die beiden Gipfel in einer Tagestour als mittelschwere Bergwanderung mit weiter Aussicht über den Achensee gemeinsam begangen.

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am westlichen Ende des Achensees bei Achenkirch, der ausgeschilderte Anstieg führt zunächst auf Wirtschaftswegen durch Bergwald zur Seekaralm (1.508 m) und dann zum Teil über markierte steile und ausgesetzte Schrofen bis zum Gipfel der nördlicheren Seekarspitze. Für den technisch eher einfachen aber stellenweise etwas ausgesetzten Grat bis zur südlicheren Seebergspitze ist eine Stunde zu rechnen, der Rückweg führt dann westseitig vom Kamm auf Almwegen über die unbewirtschaftete Pasillalm (1.557m) wieder nach Norden zur Seekaralm und zum Ausgangspunkt.

Dauer: zur Seekarspitze rund 3 - 4 Stunden, für die Runde insgesamt ca. 6 - 8 Stunden, (ca. 1.300 mH), Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich. Beste Zeit ist der Herbst mit den dann gelb gefärbten Lärchen des Bergwalds.

 

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