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Wandern bei Sachsenkam

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Sachsenkam ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Reichersbeuern. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Geschichte
Gegründet wurde Sachsenkam vermutlich im Rahmen von Ansiedlungsmaßnahmen Karls des Großen im 8. oder 9. Jahrhundert. Der Name lässt auf Ansiedler aus Sachsen oder einen Ortsgründer namens Sahso o.ä. schließen. Eine Urkunde von 1035 belegt eine frühe Zugehörigkeit zum Kloster Tegernsee, später gehört der Ort zum Besitz des Grafen Adalbero von Ebersberg. Das Wappen derer von Ingram, denen das Dorf darauf zufiel, ist seit 1959 Gemeindewappen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erwarb der Tölzer Pfleger Kaspar Winzerer die Hofmark Sachsenkam; danach wechselt der Ort mehrmals den Besitzer. Bei Aufhebung der Hofmark 1848 war das Dorf Eigentum derer von Sigriz. Anna von Pinzenau erhielt den Ort 1589 zur Mitgift und legte 1606 den Grundstein zu einer Loretokapelle, die erweitert wurde, als sie den wachsenden Strom der Wallfahrer nicht mehr aufnehmen konnte. 1735 wurden die Arbeiten an Kirche und Kloster in jetziger Form abgeschlossen. Das Kloster, seit 1651 an die bayerische Franziskanerprovinz angegliedert, führt seit 1668 eine berühmte Apotheke. Aus derselben Zeit stammt die Brauerei, die heute als Brauereigenossenschaft weitergeführt wird. Von 1837 bis 1958 unterhielt das Kloster eine Mädchenschule, bis heute führt es eine Fremdenpension. Die Nonnen selbst verrichten auch einen großen Teil der Arbeiten, die in der zum Kloster gehörigen Landwirtschaft anfallen.

Sehenswürdigkeiten

Das Naturschutzgebiet Ellbach-Kirchseemoor mit dem Kirchsee (bereits 1940 unter Schutz gestellt).
Wegen der außergewöhnlichen Landschaft wird in Sachsenkam seit dem Ende der 1960er Jahre immer wieder für Film- und Fernsehproduktionen gedreht, beispielsweise für Der Bulle von Tölz, Forsthaus Falkenau und Die Rosenheim Cops. Tatort-Kommissar Schimanski ist schon mal in den Kirchsee „gefallen“.

Das Franziskanerinnenkloster Reutberg ist ein Kloster der Terziarinnen der Franziskaner in Sachsenkam in Bayern in der Diözese München und Freising. Aufgrund seiner idyllischen Lage über dem Kirchsee und eines schönen Biergartens mit Bergblick ist es ein beliebtes Ausflugsziel.

Geschichte
Das Maria Verkündigung geweihte Kloster wurde 1618 durch Johann Jakob und Anna von Papafava, Hofmarksherren von Reichersbeuern und Sachsenkam, zunächst als Kapuzinerinnenkloster gegründet. Die Ordensmitglieder wechselten 1651 zu den Franziskanerinnen und wurden an die bayerische Franziskanerprovinz angegliedert. Es führte seit 1668 eine berühmte Apotheke. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Kirche und Klostergebäude blieben erhalten. Am 2. August 1835 erlaubte König Ludwig I. von Bayern die Wiedererrichtung des Klosters und die Einrichtung einer Mädchenschule, die von 1837 bis 1958 bestand.

Klosterbrauerei
Am 23. Oktober 1924 wurde als Nachfolger der seit 1677 bestehenden Brauerei der Franziskanerinnen eine Brauereigenossenschaft mit Sitz auf dem Reutberg gegründet. Gründer war Pfarrer Alois Daisenberger aus Reichersbeuern mit Bauern aus Sachsenkam und Reichersbeuern. Die drohende Auflösung 1987 konnte abgewendet werden, so dass die Klosterbrauerei Reutberg eine der wenigen verbliebenen Brauereigenossenschaften in Bayern ist. Sie ist (Stand Juni 2011) die einzige noch erhaltene große Brauerei im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

 

Bild: „Reutberg-1“ von Rufus46 - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Dieser Text basiert auf dem Artikel Sachsenkam aus der Enzyklopädie   wikipedia   Liste der Autoren   und steht unter der Lizenz Wikimedia Commons . (bearbeitet durch: tp/cp 90)

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