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Wandern in Bad Hindelang

Bad Hindelang - Jochkanzel - Bad Oberdorf m Talnebel 251012

Bad Hindelang ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu .

Der Ort ist heilklimatischer Kurort und Kneippheilbad seit 2001. Er liegt im Ostrachtal am nördlichen Rand der Kalkalpen an der historischen Salzstraße, welche heute als Bundesstraße 308 über Oberjoch nach Österreich führt. Der Oberjochpass gilt mit 107 Kurven als die kurvenreichste Straße Deutschlands.

Mehr als 80 % des Gemeindegebiets sind Landschafts- oder sogar Naturschutzgebiet.

Ortsteile

Der Markt besteht aus den folgenden Ortsteilen:

  • Bad Hindelang (825 m) mit dem Weiler Gailenberg (989 m)
  • Vorderhindelang (832 m) mit den Weilern Reckenberg, Riedle, Liebenstein und Groß
  • Bad Oberdorf (822 m) hat wegen seines Schwefelmoorbades bereits lange vor dem Hauptort Bad Hindelang den Titel des Bades durch Prinzregent Luitpold von Bayern zugesprochen bekommen (1900).
  • Hinterstein (866 m) mit dem Weiler Bruck
  • Oberjoch (1.136 m)
  • Unterjoch (1.013 m)

Das Gemeindegebiet erstreckt sich in einer Höhenlage von 780 m (Ostrachbrücke bei Reckenberg) bis auf 2593 m (Hochvogel).

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Unserer lieben Frau im Ostrachtal und St. Jodokus
  • Evangelische Kirche
  • Heimatmuseum in der Oberen Mühle im Ortsteil Bad Oberdorf
  • Friedenshistorisches Museum im Ortsteil Bad Oberdorf
  • Kutschenmuseum Hinterstein
  • Rathaus - ehemaliges Jagdschloss: erbaut 1660 vom Augsburger Fürstbischof Sigismund Franz, Erzherzog von Tirol, als Jagdschloss. Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Augsburg bis 1805. Nach der Säkularisation ging das Schloss in Staatsbesitz über, diente dann einige Jahre in privatem Besitz als Gasthaus ("zum Hasen") und Schulhaus, bis es schließlich zum Rathaus des Marktes ausgebaut wurde. Sehenswert ist die ehemalige Hauskapelle der Fürstbischöfe mit frühbarocken Gewölbestukkaturen und einem grünglasierten Rokoko-Kachelofen.
  • Der ehemalige Stutenhof der Fugger ging später in den Besitz des Salzfaktors über.
  • Dreikugelhaus, ehemaliger Amts- und Wohnsitz des Salzfaktors.
  • Hammerschmieden im Ostrachtal - Nachdem die Grafen von Montfort Anfang des 16. Jahrhunderts die Bergwerksregalien verliehen bekommen hatten, eröffneten sie mehrere Erzgruben im Hintersteiner Tal im heutigen Gemeindegebiet von Bad Hindelang. In der Schmelzhütte zwischen Hinterstein und Oberdorf wurde das gewonnene Erz verhüttet. Es entstand eine beachtliche „Rüstungsindustrie“: Aus Aufzeichnungen in Innsbruck geht hervor, dass z. B. in den Jahren 1520–1524 nahezu 20.000 Landsknecht-Spieße aus den Hindelanger Waffenschmieden für die Heere Kaiser Maximilians geliefert wurden. Drei dieser alten Hammerschmieden existieren heute noch. Heute werden hier friedlichere Gerätschaften produziert, u. a. schmiedeeiserne Bratpfannen.
  • Das seit 1999 jährlich veranstaltete Internationale Jochpassrennen-Memorial ist ein beliebtes historisches Bergrennen für Oldtimer- und Youngtimerfahrzeuge.
  • Der Hindelanger Erlebnis-Weihnachtsmarkt lockt jährlich etwa 60.000 Besucher an.

 

 Panoramaansicht des Ostrachtals in der Nähe von Bad Hindelang an einem sonnigen Sommertag: 

 

Bild: Bad Oberdorf im Ostrachtal in der Gemeinde Bad Hindelang; in der Bildmitte der Eingang zum Retterschwanger Tal; rechts davon das Imberger Horn. By Flodur63 (Own work) [ CC-BY-SA-3.0 ], via Wikimedia Commons .
Dieser Text basiert auf dem Artikel
Bad Hindelang aus der Enzyklopädie   wikipedia  Liste der Autoren   und steht unter der Lizenz  Creative Commons . (bearbeitet durch: ke/cp 100)

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